Hippotherapie (Quelle: rbb)
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- Reittherapie bessert Gleichgewicht neurologischer Patienten

Hippotherapie, also Physiotherapie auf dem Pferderücken - in der Neurologie wird das Element "Bewegung des Pferdes im Schritt" als Therapeutikum für Patienten mit zentralen Bewegungsstörungen eingesetzt.

Ein weiteres besonderes Angebot der Reha-Klinik in Wolletz ist die Hippotherapie. Dabei lernen zum Beispiel Multiple-Sklerose-Patienten, mittels eines Pferds wieder zu einer besseren körperlichen Haltung, Gleichgewicht und Stabilität zu finden. Physiotherapeuten korrigieren die Bewegungen der Patienten auf dem Tier. Bei Multipler Sklerose konnten Studien die Wirksamkeit nachweisen.

Das Pferd bestimmt den Takt

Hippotherapie in der Neurologie nutzt das Element "Bewegung des Pferdes im Schritt" als Therapeutikum für Patienten mit zentralen Bewegungsstörungen. Die Hippotherapie unterscheidet sich vom klassischen Reiten dadurch, dass das Pferd den Takt vorgibt: Pro Sekunde fast zwei Schrittimpulse, auf die Patienten reagieren müssen - oft nicht ganz leicht.

Die rhythmischen, dreidimensionalen Bewegungen des Pferdes in der Gangart Schritt fordern vom Patienten gangtypische Reaktionen im Rumpf - so wie bei keiner anderen Therapieform. Durch diese dreidimensionalen Bewegungen im Rücken werden Impulse zum Gehirn geschaltet, die auch dort bestimmte Bewegungsmuster wieder stimulieren.

Zusätzlich fördert die Behandlung auf dem Pferd für den Patienten die psychische Balance und motiviert. Die Therapie eignet sich für Patienten mit spastischer Halbseitenlähmung, Rumpf - und Extremitätenstörungen und Wahrnehmungs-/Koordinationsstörungen.

Beitrag: Thomas Förster
Infotext: Beate Wagner

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