Auswahl an Fertiggerichten (Bild: imago/ Heike Bauer)
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- Fertiggerichte: Wie gesund oder ungesund sind sie?

Fertiggerichte sind praktisch und sparen Zeit. Doch wie gesund sind die Fertigprodukte und ist Selbstkochen wirklich besser?

Zucker versteckt sich oft in Lebensmitteln, bei denen man gar nicht damit rechnet. So wird er nicht nur süßen Speisen, wie Joghurt, zugesetzt, sondern auch vielen pikanten Fertig-Gerichten, wie Pizza oder auch Ketchup.

Denn Zucker wirkt beim Verzehr durchaus positiv auf den Esser, er hebt die Laune und wirkt zudem appetitanregend. Doch leider wird Zucker in Fett umgewandelt und das setzt sich dann an Bauch und Hüften ab und führt zu den bekannten Risiken und Nebenwirkungen. Für Verbraucher ist nicht ganz einfach, diese verstecken Zucker auf Verpackungen zu finden, denn die Hersteller nutzen wohlweislich häufig Begriffe, die nicht nach dem ungesunden Zucker klingen. Doch hinter Namen, wie Isoglucose, Laktose oder Fructose verbergen sich ebenfalls Zuckerarten. Und auch Süße durch Maissirup, braunen Zucker oder Honig ist nicht empfehlenswerter als mit herkömmlichem Zucker: es bleibt am Ende Zucker.

Wir wollten nun wissen, ob man dem Zucker aus dem Weg gehen kann. Dazu hat die rbb Praxis gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DifE) in einer Testreihe untersucht, wie unser Körper auf Fertigmahlzeiten reagiert, im Unterschied zu selbst zubereiteten Mahlzeiten. Um den Blutzucker aufzuzeichnen, erhält jede Test-Teilnehmerin einen Sensor, der direkt unter der Haut lückenlos den Blutzucker misst. Solche Sensoren nutzen Diabetiker zur Kontrolle ihrer Zuckerwerte.

Am ersten Tag gibt es für alle eine Runde Fertigprodukte, am zweiten Tag die selbst-zubereiteten Speisen. Diese enthalten auch Zucker, jedoch in geringerer Menge und auch nicht alle. Nach dem Verzehr wird alle 5 Minuten notiert, wie sich der Blutzuckerspiegel verändert, zwei Stunden lang.
Bei der Auswertung zeigt sich, dass der Blutzuckerspiegel bei fast allen Probanden bzw. durch fast alle Gerichte am ersten Tag schneller und auch stärker ansteigt, als am 2. Tag.
Fazit: Der schnelle Griff ins Supermarktregal birgt ein Gesundheitsrisiko. Bereiten Sie also lieber frisch zu, so oft es geht und mit wenig Zucker.

Filmbeitrag: Pia Kollonitsch
Infotext: Susanne Faß

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