Mann spielt mit Gymnastikball auf einem Hausdach (Quelle: imago/Westend61)
imago/Westend61
Bild: imago/Westend61

- Drums Alive® – Trommeln für’s Leben!

Sport, der Spaß macht – das soll das Trainingsprogramm "Drums Alive®" bieten. Die "lebenden Trommeln" – das sind Gymnastik-Bälle, auf denen gemeinsam Rhythmen geschlagen werden. Das fordert Herz und Hirn gleichermaßen, eine Altersgrenze gibt es nicht.  

Zwei Drumsticks, einen Gymnastikball und gute Laune, mehr braucht es nicht für den Fitnesstrend "Drums Alive®". Er verbindet Elemente aus dem Zirkeltraining, Tanz, Aerobic und dem Schlagzeugspielen. Und fördert damit nicht nur die Kondition und Durchblutung, sondern auch die Hirnleistung, weil er unterschiedlichste Sinne anspricht und beide Hirnhälften gleichzeitig aktiviert. Im Takt der Musik trommeln die Aktiven auf den Gymnastikball und kombinieren das Ganze mit den typischen Aerobic-Schritten.

In vielen Kulturen sind Tanzen und Trommeln eng miteinander verbunden. Die Idee, das Tanzen und Trommeln mit Fitnessübungen zu verbinden, hatte die US-Amerikanerin Carrie Ekins. Weltweit erfreut sich "Drums Alive®" von den USA über Japan bis nach Europa großer Beliebtheit – bei Kindern und Jugendlichen genauso wie auch bei älteren Menschen.

Gesundheit und Glücksgefühle

Die Tanz-Trommel-Kombination ist aber nicht nur beliebt, sondern auch sehr gesund. Sie setzt Endorphine frei und löst negative Gefühle auf. Sie steigert das Selbstbewusstsein und die Konzentrationsfähigkeit und baut Stress ab. Nicht zuletzt ist "Drums Alive®" ein hervorragendes Herz-Kreislauf-Training.

Welchen Nutzen das Trommeln auf den Gymnastikbällen für die Gesundheit hat, hat ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam der TU Chemnitz erforscht. Die Forscher werten das Programm als eine nützliche Ergänzung zu anderen Therapieformen, insbesondere in der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz, psychosomatischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen sowie Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern. Denn neben der körperlichen Leistungsfähigkeit fördere das Trommeln die Koordination und hat – nicht nur durch den hohen Spaßfaktor – positive Auswirkungen auf Körper und Geist.

"Drums Alive®" kann außerdem in der Schule, im Aggressionsmanagement bei Jugendlichen und bei der Integration von Behinderten eingesetzt werden. Viele Sport- und Turnvereine sowie Fitnesscenter auch in Berlin bieten Kurse an.

Infotext: Dr. Katrin Krieft

weitere Themen der Sendung

Mann ist beim Arzt (Quelle: Colourbox)
Colourbox

Prostata vergrößert – was hilft?

Ständiger Harndrang, vor allem nachts, dazu das Gefühl, die Blase nicht mehr vollständig entleeren zu können – viele ältere Männer haben Probleme mit einer gutartig vergrößerten Prostata. Nicht wenige empfinden Scheu, darüber mit ihrem Arzt zu sprechen, und haben Angst vor einer Operation. Wie lange helfen pflanzliche Medikamente? Und welche neuen, schonenden Verfahren gibt es für Eingriffe an der Prostata?

Beatmungsgerät (Bild: Colourbox)
Colourbox

Mobiler Lebensretter ECMObil

Wenn der Kreislauf zusammenbricht oder die Lunge komplett versagt, besteht Lebensgefahr. Bei solchen akuten Ereignissen können oft nur Schwerpunktzentren wie die Berliner Charité, das Leben dieser schwerkranken Patienten retten. Bislang gab es jedoch keine Möglichkeit, die Betroffenen sicher zu transportieren. Nun gibt es für solche Notfälle ein spezielles Fahrzeug: Das so genannte ECMObil (Extracorporale Membrane Oxygenation) hält Geräte vor, die einen künstlichen Kreislauf aufrechterhalten und den Körper extern mit Sauerstoff versorgen.

Frau liegt krank im Bett und hustet in die Ellenbeuge (Quelle: imago/photothek)
imago/photothek

Rippenfellentzündung - schmerzhaft und gefährlich

Schmerzen beim Atmen und Husten plagen häufig die Betroffenen mit einer Rippenfellentzündung. Sie fühlen sich kraftlos und krank, auch Fieber kann auftreten. Meist ist die Rippenfellentzündung Folge einer Atemwegsinfektion und kann zu schweren Komplikationen führen.

Ältere Frau wird zu Hause gepflegt (Quelle: Colourbox)
Colourbox

Reha zu Hause

Die Zeit, die Patienten nach einer Operation im Krankenhaus verbringen, wird immer kürzer. Das "Wieder-fit-machen für den Alltag" wird auf die Einrichtungen der Rehabilitation verlagert - auf stationäre, aber auch ambulante Häuser. Doch vor allem ältere Patienten sind nicht in der Lage, jeden Tag zur ambulanten Reha zu fahren oder in einer Klinik Reha zu machen. Für sie gibt es ein besonderes Angebot: die mobile Rehabilitation.