Aufgestellte Öle auf einem Tisch (Quelle: rbb)
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- Gesund durch die Festtage

In der Adventszeit und "zwischen den Jahren" wollen die meisten Menschen so richtig zur Ruhe kommen. Viele haben Urlaub, die Hektik des Büroalltags bleibt hinter uns. Dennoch verspüren viele Menschen Feiertagsstress - Geschenke shoppen, Festessen vorbereiten. Wir verraten ein paar klassische Hausmittel, wie Sie den erholsamen Effekt der Feiertage noch verstärken.

Draußen ist es kalt und die Sonne lässt sich auch nicht so recht blicken. Aber wie sagte schon Konfuzius? "Wenn du es eilig hast, geh langsam". Eine gute Möglichkeit, um zwischendurch im wahrsten Sinne des Wortes "Luft zu holen": ein Waldspaziergang. Schön dick eingepackt, verlieren die kalten Temperaturen schnell ihren Schrecken. Und mit der Zeit wird einem durch die Bewegung von ganz allein wärmer.

Fußbad zum schnellen Aufwärmen

Regelmäßige Bewegung auch bei kalten Temperaturen stärkt zudem die Abwehrkräfte. Nach einem ausgiebigen Winterspaziergang können allerdings gerade Hände und Füße kalt werden. Die "kleine" Lösung, um sich schnell wieder aufzuwärmen: ein Fußbad mit Senfmehl. Dafür lösen Sie zwei bis drei Esslöffel Senfmehl in maximal 40 Grad warmem Wasser auf. Die Schärfe des Senfmehls sorgt dafür, dass die Füße länger warm und gut durchblutet bleiben. Vorsicht bei kleinen Verletzungen, das kann dann mächtig zwirbeln! Anschließend trocknen Sie die Füße gut ab und ziehen sich warme Socken an.

Ab in die Wanne

Die "große" Lösung: ein Vollbad. Das wärmt nicht nur, sondern entspannt auch die Muskeln und entlastet durch den Auftrieb im Wasser Wirbelgelenke und Bandscheiben. Ideal ist eine Wassertemperatur zwischen 36 und 38 Grad. Aber aufgepasst bei der Wahl des Badezusatzes: Schaumbäder trocknen die Haut eher aus. Besser sind ätherische Öle, die sich mit Milch oder Sahne vermischt gut im Wasser verteilen und die Haut gleichzeitig pflegen. Lavendel, Melisse und Baldrian entspannen und beruhigen. Rosmarin dagegen belebt und erfrischt. Ein besonderes Genießer-Rezept für die Wanne: einen Becher Naturjoghurt, zwei Esslöffel Honig, sowie je fünf Tropfen Orangen- und Zitronenöl vermischen. Anschließend noch eine Vanilleschote ausschaben und zur Mischung geben.

So wird das Bad zum Volltreffer

Bleiben Sie für zirka 10 bis 20 Minuten in der Wanne liegen, damit sich der Körper genügend aufwärmen kann. Achtung! Die intensive Wärme stellt die Gefäße weit, der Blutdruck sinkt und Ihr Kreislauf schwächelt möglicherweise. Richten Sie sich deshalb langsam auf, stützen Sie sich ab und steigen Sie behutsam aus der Wanne. Die Wirkung der ätherischen Öle über die Haut bleibt erhalten, wenn Sie sich nach dem Baden in einen warmen Bademantel hüllen und nur die Füße gut abtrocknen. Dann ab aufs Sofa und noch mindestens eine halbe Stunde entspannen. Immerhin ist ein Vollbad ähnlich anstrengend für den Körper wie ein Saunabesuch.

Besser kein Alkohol

Eine erfrischende Saftschorle oder ein Kräutertee tun jetzt gut. Das Glas Wein sollte man sich lieber an einem anderen Tag gönnen: Die Blutgefäße sind durch das Wannenbad schon weitgestellt, und Alkohol würde diesen Effekt nur noch verstärken. Übrigens: All diese Tipps lassen sich auch bestens "zwischen" den Jahren umsetzen. Und wer dann wieder arbeiten muss, der kann es sich am Feierabend so richtig gut gehen lassen!

Keine Chance für Erkältungsviren

Winterzeit ist auch Erkältungszeit. Der Hals kratzt und Sie frösteln schon den ganzen Tag? Machen Sie sich ein Erkältungsbad mit Thymian, Eukalyptus und Fichtennadeln. Die ätherischen Öle atmen Sie ein und sie wirken über die Haut. Durch die Wärme lassen Gliederschmerzen nach, die zu Beginn eines grippalen Infekts auftreten können. Wer keine Badewanne hat, kann ein Gesichtsdampfbad mit Kochsalzlösung machen. Dafür lösen Sie 15 Gramm Salz in eineinhalb Litern heißem Wasser auf und atmen den Wasserdampf über einer Schüssel tief ein. Das Dampfbad ist auch die bessere Variante, wenn man schon erhöhte Temperatur oder gar Fieber hat. Ein Wannenbad wäre dann zu anstrengend für den Kreislauf. Außerdem schwächt die Wärme das Immunsystem und kann mögliche bakterielle Infektionen noch verschlimmern.

Filmbeitrag: Ursula Stamm
Infotext: Constanze Löffler

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