Zerbrochene Zigarette (Bild: Colourbox)
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rbb Praxis-Serie - Zum Abgewöhnen: Rauchen

Gewohnheiten bestimmen unser Leben - ob wir wollen oder nicht. Aber einige davon sind lästig oder schaden sogar heftig. Genau so eine Angewohnheit ist das Rauchen. Viele haben sich zum Jahreswechsel den Stop vorgenommen - aber wie hält man das durch? Und wie kann man die Psyche beim Loslassen unterstützen?

Viele Raucher, die es einmal versucht haben wissen: Nicht das Aufhören ist das Problem, sondern das bleiben lassen auf Dauer. Nikotin ist ein Alkaloid mit starker Wirkung auf unser Nervensystem, denn es bewirkt die Freisetzung von Botenstoffen, die unter anderem zur Steigerung der Aufmerksamkeit führen und anregend wirken (Puls und Blutdruck erhöhen sich). Und bleibt dieser Stoff fern, vermisst ihn das Gehirn - bei manchen Menschen sogar noch nach Jahrzehnten.

Vermisstes Ritual

Meist genauso wichtig ist für viele Raucher allerdings der Habitus - mal fünf Minuten den Arbeitsplatz verlassen, die Zigarette zu Wein oder Bier bei gemütlicher Stimmung am Abend oder auch nur die Tatsache etwas in der Hand zu haben und eine standadisierte Bewegung durchzuführen, anstatt still halten zu müssen oder nervös zu wirken.

Situationen gestalten - neue Muster schaffen

Genau das kann auch für den frisch gebackenen Ex-Raucher zur Falle werden, sagt die Psychologin Dr. Karin Vitzthum. Sie hilft seit Jahren Menschen vom Tabak loszukommen im Institut für Tabakentwöhnung und Raucherprävention am Vivantes Klinikum Neukölln. Droht die Welle des Verlangens, können Ablenkungen helfen - und auch die Veränderungen von Riten, so Dr. Karin Vitzthum: "Es ist schon günstig, bestimmte Auslöser-Reize zu vermeiden. Für viele ist das der Kaffee, auf den sie am Anfang verzichten."

Die klassische Situation "Kaffee und Zigarette" neu zu gestalten, zu verändern - das könne aber auch eine Kompromissvariante sein. Beispielsweise den Kaffee an einem anderen Ort zu trinken als in der Raucherzeit oder statt des Kaffees etwas anderes zu trinken.

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