Zahnpasta (Bild: imago/Panthermedia)
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- Zahnpasta - Weißmacher mit Tücken

Zähne putzen, das ist wichtig. Denn nur wer richtig gut putzt, bewahrt sie vor Schäden. So heißt häufig die Devise: je mehr und fester, desto besser. Doch das kann fatale Folgen haben. Experten gehen inzwischen davon aus, dass durch Putzschäden mehr Probleme entstehen, als durch Karies.

Bei den 35 – 44-Jährigen findet man inzwischen bei knapp 45 Prozent  Putzschäden an den Zähnen. Bei den 65 – 74 Jährigen sind bereits bei 58 Prozent die Zähne geschädigt, das ist das Ergebnis der 5. Deutschen Zahngesundheitsstudie.

Ein Grund: es werden Pasten mit zu hohem Abrieb gewählt. Vor allem Weißmacher Zahncremes versprechen ein "blendend weißes Lächeln". Die Gefahr, dass durch die groben Schmirgelstoffe, die hier enthalten sind,  das empfindliche Dentin am Zahnhals geschädigt wird, ist hier besonders groß.  Worauf muss ich also bei meiner Zahncreme achten, damit sie mehr hilft als schadet? Was heißt Universal-, Sensitiv- oder Weißmacher-Creme?  Wie muss ich putzen, damit die Zähne weiß und gesund bleiben?

Die richtige Zahnpasta

Vor allem Zahnpasten mit einem hohen RDA-Wert können die Zähne schädigen. Der RDA-Wert gibt an, wie viele Schmirgelstoffe in den Cremes enthalten sind. Je mehr davon, desto stärker rubbeln die Pasten auf den Zähnen.

  • Ein RDA-Wert von 30 bis 69 bedeutet: niedriger und damit schonender Abrieb.
  • 70 bis 149 putzt mittelstark.
  • 150 bis 250 schmirgelt hoch bis sehr hoch.

Dr. Falk Schwendicke

Wenn ich etwas Saures gegessen und getrunken habe, also klassischer Weise eine ganze Reihe von Früchten und Fruchtsäften - oder was man vielleicht nicht so im Blick hat: Energy-Drinks oder Joghurts - wenn ich also diese Dinge zu mir genommen habe, dann ist der Zahnschmelz weicher, und ich kann deutlich schneller Schaden anrichten. Deshalb lieber eine halbe Stunde warten, ein, zwei Gläser Wasser zwischendurch trinken und dann erst die Zähne putzen.

Auf den meisten Verpackungen fehlen diese Informationen. Sie lassen sich oft nur beim Hersteller erfragen. Doch es gibt indirekte Hinweise. Dr. Falk Schwendicke, Abtleitung f. Zahnerhaltung u. Präventivmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin sagt dazu: "Vor allem die aufhellenden Zahnpasten sind relativ abrasiv. Das kann ich daran erkennen, wenn "bleaching" oder "whitening" auf den Tuben. Umgekehrt sind Zahnpasten, die für überempfindliche Zähne gemacht sind, oftmals wenig abrasiv: d.h. also alles, was sensitiv und für überempfindliche Zahnhälse vermarket wird."

Weißmacher, also Pasten mit hohen RDA-Werten, sollten eher vorsichtig und nur gezielt bei starken Farb-Belägen für höchstens ein bis zwei Wochen eingesetzt werden.

Was kann ich noch beachten?

Weitere Tipps für schonendes Zähneputzen sind ein leichter Putzdruck und eine halbe Stunde Wartezeit nach saurem Essen. Wer Schwierigkeiten bei der Wahl des Drucks hat, sollte lieber auf eine elektrische Zahnbürste umsteigen, diese haben oft einen Drucksensor und warnen mit einem Lichtsignal.

Nach saurem Essen sollte man mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde warten, damit der von der Säure angegriffene Zahnschmelz sich wieder beruhigt hat, bevor die Zahnbürste daran rubbelt. So geht die Zahngesundheit nicht auf Kosten der Zähne.

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