3D Bild eines Fußes (Bild: imago images/Science Photo Library)
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- Schmerzen im Fuß – welche Therapien helfen

Wer nicht schmerzfrei laufen oder auch nur auftreten kann, ist im Alltag stark eingeschränkt. Doch bevor Therapien wirklich helfen können, muss erst mal klar sein, was dahinter steckt. Die rbb Praxis hat eine Patientin und ihre Ärzte eingeladen, um Licht ins Dunkel ihrer Fußschmerzen zu bringen.

Unsere Hände und Füße sind Meisterwerke der Evolution. Täglich setzen wir sie wie selbstverständlich ein, schonen und pflegen sie aber kaum – obwohl es anfällige Systeme sind. Wenn uns Erkrankungen oder Verletzungen an Hand und Fuß zu schaffen machen, brauchen wir die Hilfe hochspezialisierter Experten. Auch die Patientin im Beitrag kann vor Schmerzen kaum laufen. Vor allem bei Druck auf den Zehen tut es ihr weh. Seit mehr als einem halben Jahr leidet die Mittsechzigerin. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als wieder aktiv zu sein. Sie möchte selbständig einkaufen gehen, ihren Garten betreuen und zum Nordic walking gehen. Derzeit undenkbar – überall hin muss ihr Mann sie fahren.

Zahlreiche Therapeuten aufgesucht

Die Patientin war bereits bei einem Orthopäden, der ihr Kortison gespritzt hat. Sie hat auch TENS versucht, eine leichte Strombehandlung. Doch weder Strom noch Fußbäder haben geholfen. Bei Schmerzen am Fußrücken liegt häufig eine Überlastung vor. Aber auch Fehlstellungen, Entzündungen oder Arthrose können hinter den Fußschmerzen im Fußrücken stecken.

Diabetische Polyneuropathie?

Die Patientin hat Diabetes. Leidet sie womöglich unter einer sogenannten Polyneuropathie, schmerzhaften Missempfindungen, weil der erhöhte Blutzucker feine Nerven zerstört hat? Dafür würden Taubheit und das Kribbeln sprechen – Beschwerden, über die die Patientin neben den Schmerzen klagt. Die Diagnose stellt ein Neurologe, in dem er die Nervenleitgeschwindigkeit misst und prüft, wie ein Nerv auf bestimmte Reize wie Druck oder Temperatur reagiert.

Weitere Differentialdiagnosen, die im Beitrag untersucht werden, sind

• Ermüdungsbruch
• Instabilitäten in den Mittelfußgelenken
• Arthrose der Zehengelenke
• Schleimbeutelentzündung
• Kapselverletzungen und -entzündungen
• Plantarfaszitis

Frakturen

Etwa jede zehnte Fraktur tritt an den Füßen auf. Mehrere Mittelfußknochen bilden jeweils die verschiedenen Gelenke aus. Als Lisfranc-Gelenk bezeichnen Mediziner das Gelenk zwischen den Keilbeinen und den Mittelfußknochen. Eine Fraktur in diesem Bereich wird in der Regel durch heftige Stürze oder Unfälle bei hoher Geschwindigkeit oder einem Sturz auf den Fuß aus großer Höhe verursacht. An einen solchen Vorfall kann sich die Patientin allerdings nicht erinnern.

Arthrose

Bei Fußarthrose sind vor allem Sprung- und Großzehengrundgelenke oder der Mittelfuß betroffen. Die Arthrose ist die langfristige Folge von Fußdeformitäten, von teilweise banalen Verletzungen am Fuß oder von einem schlecht verheilten, vielleicht auch übersehenen Bruch im Sprunggelenk. Der schützende, puffernde Gelenkknorpel nutzt sich über die Jahre ab. Konservative Therapien und selektive Eingriffe können das Leid lindern.

Ausführliche Diagnose

Neben dem Gespräch, einer gründlichen körperlichen Untersuchung einschließlich einer Tastuntersuchung betrachten die Ärzte in der Sendung Röntgenbilder und führen einen Ultraschall durch. Am Ende wird die Patientin die richtige Diagnose bekommen.

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