Gefahr für den Herzschrittmacher (Bild: imago images/Westend61)
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- Achtung: Herzschrittmacher in Gefahr

Störungen eines Herzschrittmachers sind eigentlich selten. "Störsignale" von außen sind aber möglich und diese Einflüsse können Patienten gut verhindern, wenn sie informiert sind.

Alle Haushalts- und Gartengeräte sowie Standardwerkzeuge sind unbedenklich und können verwendet werden, wenn sie intakt sind. Dazu gehören:

• Mikrowelle, Mixer,
• Rasierapparat,
• Elektroauto, Elektrofahrrad, Elektrorasenmäher,
• Autoschlüssel mit Funkfernbedienung,
• Fernbedienung für TV und
• schnurloses Telefon

Handys sollten sicherheitshalber nicht in die Brusttasche über dem Schrittmacher oder am Ohr auf der Seite des Schrittmachers verwendet werden. Der Sicherheitsabstand zum Aggregat sollte 15 - 20 Zentimeter betragen.

Zwar können auch die Vibrationen oder Erschütterungen von Haushaltsbohrmaschine oder Schleifapparat bei bestimmten Schrittmachern die Herzfrequenz etwas verändern, das macht in der Regel aber keine Probleme und ist unbedenklich.

Röntgen-, Ultraschall- und CT-Untersuchungen können problemlos mit Herzschrittmacher durchgeführt werden.

Sicherheitskontrollen im Flughafen oder Diebstahlsicherungsanlagen in Warenhäusern haben keinen Einfluss auf die Schrittmacherfunktion. Allerdings sollte man die Anlagen zügig passieren. Allenfalls kann man seinen Schrittmacher-Ausweis vorlegen, falls das Metallgehäuse des Schrittmachers einen Alarm auslösen sollte. 

Vorsicht beim MRT

Geräte mit starken Magnet- oder Elektrofeldern können den Schrittmacher stören und dürfen nur nach Prüfung und Absprache genutzt werden. Kernspinuntersuchungen (MRT) dürfen deshalb nur mit MRT-tauglichen Schrittmachern und sowie MRT-tauglichen Elektroden erfolgen. Bei der Untersuchung sollte ein Kardiologe anwesend sein.

Hier heißt es Stopp für Träger von Herzschrittmachern

Starke elektromagnetische Felder sollten vermieden werden. Dazu gehören:

• Elektro-Schweißgeräte
• Kernspinuntersuchungen (MRT, Ausnahme bei MRT-fähigem Schrittmacher)
• Magnet-Schmuck
• Körperfett-Analysegerät
• Geräte, die Ströme in den Körper einspeisen (z. B. sogenannte TENS-Geräte, die Schmerzen mit elektrischer Nervenstimulation behandeln)
• Magnetresonanz-Matte

Ob Patienten an ihrem Arbeitsplatz starken Elektro- oder Magnetfeldern ausgesetzt sind, kann die Berufsgenossenschaft (BG) prüfen. Vorbeugend hilft, den Schrittmacher-Ausweis stets mit sich zu tragen.

Infotext von Constanze Löffler

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