Stethoskop auf Zettel mit Schrift "Coronavirus" (Bild: Colourbox)
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- Coronavirus: Hausärzte in Not

Neben den Krankenhaus-Notaufnahmen sind es vor allem Hausärzte, die mögliche Corona-Patienten "abfangen" - sich um ihre Fragen kümmern und im Zweifel auch testen sollen. Wie sieht das praktisch aus? Was tun, wenn eine Patientin mit grippeähnlichen Symptomen in die Praxis kommt? Und am Ende des Gesprächs erzählt, dass sie gerade erst aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist? Das ist einem Berliner Hausarzt passiert.

Das Corona-Virus ist in der Praxis von Allgemeinmediziner Dr. Peter Karsten aus Berlin Wilmersdorf angekommen. In der vergangenen Woche sind die erste Patientin bei ihm auf das Virus getestet worden. Unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen: in einem separaten Raum, außerhalb der Sprechzeiten und in adäquater Schutzkleidung.

Informationen und Anweisungen von offizieller Stelle kommen in diesen Tagen ständig neu. Das ist kompliziert für den Mediziner in der Gemeinschaftspraxis. Schutzkleidung hat er derzeit noch genug - hat sie aber selber teuer im internet erstanden. Die sechs Personen, die am vergangenen Montag bei Allgemeinmediziner Dr. Peter Karsten auf Corona getestet wurden, sind übrigens alle negativ, also gesund. Aber was, wenn doch einmal ein Patient positiv getestet wird?

Die experten

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