Dosen und Nudeln in einem Schrank (Bild: imago images/MiS)
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- Vorräte: Was tun im Quarantänefall?

Klar ist: Für flächendeckendes Hamstern gibt es in Deutschland zur Zeit überhaupt keinen Anlass. Trotzdem kaufen viele Verbraucher in Deutschland zur Zeit recht wahllos die Regale leer. Das Innenministerium stellt – völlig unabhängig vom Corona-Virus – schon seit 2016 eine Versorgungs-Checkliste für Notfälle bereit. Dort wird geraten, so viel einzukaufen, dass man etwa zehn Tage zu Hause durchhält. Was heißt das genau?

Was muss man eigentlich alles im Haus haben, um im Notfall ohne Einkäufe auszukommen? Das Innenministerium stellt bereits seit 2016 eine Versorgungs-Checkliste für Notfälle bereit. Dort wird geraten, so viel einzukaufen, dass man etwa zehn Tage zu Hause durchhält.

Aber Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Berlin relativiert: "Natürlich leben wir nicht in einer Zeit, in der ständig Stromausfälle vorkommen, ich in Quarantäne muss oder Hochwasser droht. Aber es kann auch sein, dass ich mir einen Fuß breche und ich nicht mehr zum nächsten Supermarkt gehen kann. Und dann freut man sich, wenn man Vorräte im Keller hat und nicht nur die Dose Ravioli."

Schön und gut, aber was brauche ich wirklich, um zehn Tage ohne Einkauf auszukommen? Vielleicht sogar mit ein bisschen Genussfaktor?

Das Bundesinnenministerium empfiehlt folgenden Grundvorrat und damit ca. 2200 Kalorien pro Tag, die ein Durchschnittserwachsener braucht:

- 3,5 Kilo Getreideprodukte wie Brot, Nudeln und Reis
- 4 Kilo Gemüse
- 2,5 Kilo Obst und Nüsse
- 2,6 Kilo Milchprodukte
- 1,5 Kilo Fleisch, Fisch und Eier
- 20 Liter Wasser

Bei der Auswahl der Produkte sollten Sie auf folgendes achten:

- Haltbarkeitsdatum
- Abwechslungsreichtum
- unterschiedlichste Nährstoffe

Tiefkühlgemüse hat einen höheren Vitamin- und anderen Nährstoffgehalt, daher sollte man dieses bevorzugen. Wen die Angst vor Stromausfällen treibt, der greift lieber zu Gläsern und Konserven.

Auch frische Lebensmittel

Bei frischem Obst und Gemüse gibt es einiges zu beachten. Gerade Äpfel, Kohl, Kürbis und Kartoffeln eignen sich gut zur Vorratshaltung. Bei Kartoffeln achten Sie auf eine kühle und dunkle Lagerung. Kürbisse dürfen nicht auf Holz gelagert werden - Metall ist besser - und sie sollten keine Verletzungen an der Schale aufweisen. Dann ist ein Kürbis sogar bis zu acht Monaten haltbar!

Fleisch und Fisch enthalten hochwertiges Eiweiß, daher fehlen auch sie nicht in der Checkliste des Innenministeriums. Die Verbraucherzentrale rät hier zu Tiefkühlprodukten – oder eben zu Produkten aus der Dose: "Das ist für eine Übergangszeit vollkommen in Ordnung. Aber man sollte regelmäßig kontrollieren, wie lange die Konserven noch haltbar sind", so Britta Schautz.

Toilettenpapier nicht vergessen!

Zuletzt sollten Verbraucher auch an Dinge des täglichen Lebens wie Toilettenpapier, Seife, Zahnpasta, Batterien und Medikamente denken.

Das Wichtigste aber zum Schluss: Denn auf der Checkliste des Bundesinnenministeriums steht sogar Süßkram. Und wer will den als Seelenfutter in Notfällen schon nicht zu Hause haben?  

Filmbeitrag: Julia Häusler/Jesco Göbel

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