Frau beim Wassertreten im See (Bild: rbb)
rbb
Bild: rbb

Serie - Kneipp - Wassertreten

Schreiten wie ein Storch im Wasser: Das Wassertreten ist die mit Abstand bekannteste Kneipp-Anwendung. Der ungewohnte Gang soll die Wadenmuskeln zusätzlich animieren die Venen "auszupressen" und somit den Kreislauf noch besser in Schwung zu bringen.

Wassertreten ist gut für die Venen und kräftigt außerdem das Immunsystem - es macht unseren Körper also unempfindlicher gegen Krankheitserreger und außerdem, bei regelmäßiger Anwendung, auch gegen Stress, so Experten.

Anwendung

Ob in der Wanne oder im See: Hauptsache das Wasser steht einem bis etwa eine Hand breit unter der Kniekehle und hat die richtige Temperatur. Wichtig: Wer kalte Füße hat, sollte diese nicht noch in kaltes Wasser stecken - hier müssen gesondert Kneippregeln mit dem Arzt besprochen werden. Für alle anderen gilt: Starten mit 10 - 30 Sekunden Wassertreten. Langsam können solche Einheiten auch mal um 5 - 10 Sekunden gestiegert werden - es ergibt aber keinen Sinn auf mehrere Minuten zu "erhöhen", denn dann kühlen die Beine so aus, dass der Effekt verschwindend gering wird.

So geht's konkret: Jeweils ein Bein komplett aus dem Wasser ziehen und dabei die Fußspitze nach unten Strecken. So verbindet man die Kraft der Wadenmuskeln optimal mit dem Effekt des kalten Wassers und presse die Venen regelrecht aus, um den Kreislauf besser in Schwung zu bringen, so Prof. Dr Bernhard Uehleke, Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren am Immanuel – Krankenhaus Berlin.

Die wichtigsten Regeln beim Kneippen

-Das Wasser muss unter 20 Grad haben und als kalt empfunden werden.

-Der Körper muss vorher warm sein.

-Jede Anwendung kalt beenden.

-Am besten einen breiteren Dreiviertel-Zoll-Gartenschlauch verwenden, oder eine Gießkanne.

Filmbeitrag: Carola Welt

Mehr Teile der Serie

Frau kniet im Bach und lässt Wasser über ihre Hand fließen (Quelle: imago/viennaslide)
imago/viennaslide

Serie - Kneipp - Armguss

Der Armguss macht munter und fördert die Durchblutung. Er regt das Immunsystem an und steigert damit die Abwehrkräfte - vorausgesetzt man kneippt regelmäßig, am besten jeden Tag. 

Die Beine einer Frau im Wasser (Quelle: imago/viennaslide)
imago /viennaslide

Serie - Kneipp – Knieguss

Der Kneipp-Knieguss hilft, wenn die Beine geschwollen und müde sind. Günstig ist er bei venösen Durchblutungsstörungen, Krampfadern oder ständig kalten Füßen. Aber er wirkt, wie jeder Kneipp-Guss, auch stärkend auf das Immunsystem.

Kneipp (Quelle: rbb)
rbb

Serie - Geschichte: Sebastian Kneipp und seine Wasserkur

weitere Themen der Sendung

Mädchenchor (Quelle: imago/photothek)
imago/photothek

Chor & Corona: Wie groß ist das Übertragungsrisiko beim Singen?

Gottesdienste, Karnevalsfeiern, Chorproben: Nach all diesen Veranstaltungen kam es zu massenhaften Covid-19-Infektionen. Möglicher Übertragungsweg: Aerosole, wie sie gerade durch Singen verstärkt produziert werden. Aber ohne Gesang ist die Krise für viele noch schwerer zu bewältigen. Hobbychöre in Berlin und Brandenburg warten sehnlichst darauf, wieder loszulegen. Wie sicher sind gemeinsame Chorproben? rbb Praxis hat nachgehakt.

Kleine Wunde mit Mull abgeklebt (Bild: imago images/YAY images)
imago images/YAY images

Blutvergiftung – Gefahr beim Werkeln in Haus und Garten

Do-it-yourself hat Konjunktur, viele entdecken jetzt ungeahnte Talente: Handwerken, Gärtnern, Reparieren. Doch auch das Risiko kleiner Verletzungen steigt. Wer das jetzt auf die leichte Schulter nimmt, riskiert im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung. Doch es gibt Warnzeichen, die man kennen sollte.

Kamille auf Blumenfeld (Quelle: imago/imagebroker)
imago/imagebroker

Heilkräuter aus der heimischen Natur

Nur wenige kennen ihre heilsamen Kräfte: Weißdorn, Birkenblätter oder Löwenzahn sind nur einige Beispiele für gesunde Pflanzen, die sich jetzt in der Natur finden lassen. Wie erkennen wir Heilkräuter und -pflanzen sicher und wie können wir sie schmackhaft nutzen?