Hand hält Smartphone, im Hintergrund Bäume und Wiesen (Quelle: Montage/rbb/imago/Westend61)
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Allergien | 5 Apps im Vergleich - Pollen-Apps im Check

Tränende Augen, kratzender Hals, laufende Nase – mit dem Frühling kommen auch die ersten Pollen. Für Allergiker können die Symptome im schlimmsten Fall in gefährliches Asthma umschlagen. Wann und wo Betroffene Vorkehrungen treffen sollten – viele Apps versprechen Hilfe. Aber wie hilfreich sind sie wirklich? Fünf beliebte Pollen-Apps im Check.

15 bis 20 Prozent der deutschen Erwachsenen leiden unter Heuschnupfen. Was mit der Allergie gegen eine Art der Pollen beginnt, kann sich im Laufe des Lebens zu mehreren Pollenallergien ausweiten. In schlimmeren Fällen leiden Betroffene in manchen Jahren von Februar, wenn Erle und später Haselnuss und Birke anfangen zu blühen, bis in den späten Herbst hinein. Hintergrund: Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem des Körpers - im Fall der harmlosen Allergene Pollen eben fälschlicherweise - mit einer mehr oder weniger heftigen "Feindabwehrreaktion". Es versucht, die Pollen etwa durch vermehrte Bildung von Schleim oder Tränenflüssigkeit unbedingt loszuwerden. Im schlimmsten Fall wird aus einer solchen Allergie irgendwann einmal allergisches Asthma. Rund fünf Prozent sind hierzulande davon betroffen. Akute Atemnot kann die Folge sein - eine echte Gesundheitsgefahr.

Umso wichtiger ist es zu wissen, wann und wo die Allergene fliegen - also den Pollenflug im Blick zu haben. Viele Apps versprechen das, einige sind auch mit Push-Diensten ausgestattet, um den Handybesitzer zu warnen, falls eine plötzliche Wetterveränderung Pollen vermehrt in die Nähe treibt.

Die rbb Praxis hat sich fünf beliebte Apps genau angeschaut, die für die beiden größten Handybetriebssysteme (Android & iOS) verfügbar und dazu kostenlos sind. Aus
Sicht des Datenschutzes wichtig: Alle getesteten Apps benötigen zu ihrer Vorhersage den Zugriff auf den Standort des Nutzers. Inwiefern eine personalisierte Anmeldung erforderlich ist, erfahren Sie im Einzeldossier zur jeweiligen App.

Woher kommen die Daten?

Ein solche Pollenapp ist nur so gut wie die Daten, die sie für Karten, Warnungen und Vorhersagen miteinbeziehen kann. Und so viel sei gesagt: Bei den meisten in Deutschland zur Verfügung stehenden Pollen-Apps kommt zumindest ein großer Teil dieser Daten aus derselben Quelle: zum einen von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, die an rund 45 Orten in Deutschland (in Berlin und Brandenburg sind es insgesamt fünf) temporär oder dauerhaft Pollenkonzentrationen misst; zum anderen vom Deutschen Wetterinformationsdienst, DWD.  

Apps im Check

  • Pollen

  • Husteblume

  • Pollen-Radar

  • Pollenflug

  • Pollen-Warner

Beitrag von Lucia Hennerici

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