Symbolbild: Gesunde Ermährung bei Diabetes (Quelle: Colourbox)
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Wege aus der Zuckerkrankheit - Diabetes Typ 2: Symptome, Ursachen und Behandlung

Infos über Ursachen von Diabetes Typ 2, die Symptome & Werte, die Behandlung und wie Ernährung helfen kann und welche Lebensmittel man meiden sollte.

Wer an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt ist, braucht umfassende Beratung, um seine Zuckerwerte zu senken. Nur mit normalen Werten lassen sich Folgeerkrankungen an Augen, Nieren oder Füßen verhindern.
 
Welche Fortschritte es in der Behandlung gibt und was Diabetikerinnen und Diabetiker selbst gegen ihren Diabetes Typ 2 tun können, lesen Sie hier.

Wie erkenne ich Diabetes Typ 2?

Knapp acht Millionen Menschen sind in Deutschland an Diabetes (Zuckerkrankheit) erkrankt, darunter rund zwei Millionen, die noch nichts von ihrer Erkrankung wissen. Der allergrößte Teil der Menschen mit erhöhten Zuckerwerten - also einem zu hohen Blutzuckerspiegel - hat einen Diabetes Typ 2. Das bedeutet, dass sich eine Insulinresistenz erst im Laufe ihres Lebens entwickelt hat, häufig stark beeinflusst vom Lebensstil.
 
Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) hat einen Risiko-Test entwickelt. Damit lässt sich ermitteln, wie hoch das persönliche Risiko ist, in den nächsten fünf Jahren an einem Diabetes Typ 2 zu erkranken.
 
Erfragt werden etwa Bauchumfang, Ernährungsgewohnheiten und sportliche Aktivitäten. Fünf Minuten, 20 Fragen - schon erfähren Sie, ob Sie gefährdet sind. Sollte Ihr Risiko erhöht sein, suchen Sie am besten Ihren Hausarzt auf. Er wird weitergehende Untersuchungen veranlassen.
 
Auch bei Anzeichen für ein erhöhtes Risiko - ohne schon Diabetes mellitus Typ 2 zu haben - ergibt eine regelmäßiger Check beim Hausarzt Sinn, um mögliche (weitere) Risikofaktoren frühzeitig festzustellen und zu behandeln.

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Symptome: Wie macht sich Diabetes Typ 2 bemerkbar?

Ein Diabetes Typ 2 beginnt schleichend. Oft bemerken die Menschen über Jahre nicht, dass die Zuckerwerte im Blut erhöht sind, der Blutzuckerspiegel also über lange Zeit hoch bleibt. Ein Grund: Die Symptome sind oft unspezifisch, treffen also auch auf andere Erkrankungen zu. Manchmal sind diese Krankheiten auch wirklich parallel vorhanden.
 

Wichtige Anzeichen können aber sein:
 
• Abgeschlagenheit, Energielosigkeit und allgemeines Unwohlsein deuten darauf hin, dass der Körper nicht genug Energie bekommt, weil der Zucker nicht die Zellen erreicht.

• Häufiges Wasserlassen und Durst sind die Folge davon, dass der überflüssige Zucker im Blut (Blutzuckerspiegel) mit dem Urin ausgespült wird.

• Auch Zeichen für Schädigungen durch hohen Blutzuckerspiegel, wie ein schwankendes Sehvermögen, Potenzprobleme, Appetitlosigkeit, die sich mit Hungerattacken abwechselt, können auf einen Diabetes mellitus Typ 2 hindeuten.
 
Wenn Sie eines oder mehrere Symptome bei sich erkennen, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt. Er wird Ihre Werte checken.

Ursachen: Wie entsteht Diabetes Typ 2?

Jedes Jahr erkranken 500.000 Menschen neu an Diabetes. Der überwiegende Teil von ihnen, etwa 95 Prozent, bekommt einen Diabetes Typ 2.
Die Körperzellen sprechen bei diesen Menschen immer schlechter auf Insulin an (Insulinresistenz) - ein Hormon, der Bauchspeicheldrüse, das gebraucht wird, um den Zucker im Blut in die Zellen zu schleusen, den die Zellen wiederum zur Gewinnung von Energie brauchen.
 
Gelingt das nicht mehr, ist der Blutzuckerspiegel erhöht - und in den Zellen mangelt es an Energie durch Zuckermangel. Daher der Name "Zuckerkrankheit".
 
Die häufigsten Gründe für die nachlassende Insulinwirkung, auch Insulinresistenz genannt, sind falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Die Folge: das sogenannte metabolische Syndrom, das gleich mehrere Krankheitsbilder umfasst:
Übergewicht insbesondere im Bauchraum (Bauchfett),
• erhöhte Blutzuckerwerte und Blutfettwerte (Cholesterin) sowie
Bluthochdruck.

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Verlauf: Kann man plötzlich Diabetes Typ 2 bekommen?

Die Erkrankung tritt nicht von einem zum anderen Tag auf. Zunächst entwickeln die Menschen einen Prädiabetes, die Vorstufe von Diabetes. Bei ihnen ist der sogenannte Nüchternblutzuckerwert erhöht, sie haben also erhöhte Blutzuckerwerte, auch wenn sie nichts gegessen haben.
Hintergrund kann schon eine verzögerte Zellreaktion auf Insulin sein - der Beginn einer Insulinresistenz. Die Bauchspeicheldrüse reagiert darauf mit immer stärkerer Insulinproduktion, um den Zucker in die Zellen zu bekommen. Das bringt die Bauchspeicheldrüse an die Belastungsgrenze.
 
Prädiabetiker haben ein erhöhtes Risiko, demnächst Diabetes Typ 2 zu bekommen: Innerhalb eines Jahres erkrankt etwa jede dritte Person mit Prädiabetes auch an der "echten Zuckerkrankheit", also Diabetes mellitus Typ 2.
 
Fachgesellschaften haben Grenzwerte für Prädiabetes definiert:
Bei wem der Blutzuckerwert zwischen 110 und 125 Milligramm pro Deziliter (5,6 und 6,9 mmol/l) liegt, hat einen Prädiabetes. Bei Blutzuckerspiegeln darüber, also ab 126 Milligramm pro Deziliter (7 mmol/l), spricht man von einem Diabetes Typ 2.

Wie kann Diabetes Typ 2 diagnostiziert werden?

Einen ersten Hinweis geben die Zuckerwerte im Blut, der sogenannte Blutzuckerspiegel. Sind die Werte erhöht, wird die Ärztin oder der Arzt einen Zuckerbelastungstest durchführen, um einen Diabetes Typ 2 zu erkennen.
 
Dafür trinkt der Patient eine stark zuckerhaltige Lösung. Dann wird innerhalb von zwei Stunden drei Mal der Blutzuckerwert gemessen.
• Bei Werten bis 140 Milligramm pro Deziliter ist der Blutzucker normal,
• zwischen 140 und 199 Milligramm pro Deziliter spricht man von einer gestörten Glukosetoleranz oder einem Prädiabetes.
• Werte ab 200 Milligramm pro Deziliter gelten als krankhaft, dann liegt ein Diabetes vor.
 
Die Blutzuckerwerte unterscheiden sich von den Grenzwerten für den "Nüchternblutzucker", der in der Regel morgens gemessen wird, wenn jemand noch nichts gegessen hat.

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Wie gefährlich ist Diabetes Typ 2?

Diabetiker, die ihren erhöhten Blutzuckerspiegel 10 -20 Jahre nicht bemerken - und ihn nicht behandeln, - müssen auf Dauer mit gesundheitlichen Problemen und Folgeerkrankungen rechnen.
 
Der Grund: Die Zuckermoleküle lagern sich im Körper ab - vorzugsweise in feinsten Gefäßen, die sich dadurch verengen. Nerven, die von den feinen Blutgefäßen versorgt werden, erhalten nicht mehr ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe. Nervenimpulse werden verzögert oder gar nicht weitergeleitet.
 
Das führt zu zahlreichen Folgeerscheinungen wie Empfindungsstörungen an den Füßen, Impotenz, eine nachlassende Sehkraft oder Niereninsufizienz, also Nieren, die nur noch eingeschränkt arbeiten.
Bis es soweit ist, dauert es viele Jahre.
 
Diabetes ist daher kein Schicksal: Nahezu jeder Betroffene mit einem Diabetes Typ 2 kann seine Blutzuckerwerte beeinflussen - indem er seinen Lebensstil verändert und konsequent Medikamente einnimmt.

Amputationen & Co: Was kann die Zuckerkrankheit anrichten?

Durch den dauerhaft erhöhten Blutzucker sind Nerven weniger empfindlich; Diabetiker nehmen dadurch Verletzungen oder Druckstellen an Füßen und Unterschenkeln schlechter wahr. An den offenen Hautstellen können Keime leichter eindringen und sich ausbreiten.
 
Häufig wird ein Diabetes von einer Arteriosklerose (umgangssprachlich Arterienverkalkung genannt) begleitet, die Gefäße verengt, so dass das Gewebe weniger gut durchblutet ist. Wunden heilen nur schwer ab.
Die Folge: das sogenannte offene Bein. Rund 15 bis 25 Prozent der Diabetes-Patienten entwickeln im Laufe ihres Lebens ein diabetisches Geschwür. Heilt es nicht ab, müssen Zehen, Teile des Fußes oder der ganze Fuß amputiert werden.
Pro Jahr sind rund 50.000 Diabetiker von solchen Amputationen durch die Zuckerkrankheit betroffen. Die Hälfte der Amputationen ließe sich durch ein gutes Management der Erkrankung vermeiden.
 
Weitere gravierende Probleme sind Sehstörungen bis hin zur Blindheit. Ebenfalls häufig: ein Nierenversagen. Schaffen die Nieren es nicht mehr, den Körper zu entgiften, müssen Betroffene an die Dialyse. Etwa die Hälfte der 100.000 Dialysefälle in Deutschland wird durch Diabetes Typ 2 notwendig.

Welche Medikamente gibt es bei Diabetes Typ 2?

Insulinspritzen (um reduzierte Hormone aus der erschöpften Bauchspeicheldrüse zu ersetzen) und blutzuckersenkende Tabletten reduzieren den Blutzuckerspiegel, allerdings ohne den Ursachen für einen Diabetes Typ 2 entgegenzuwirken.
 
Um Übergewicht, Bewegungsmangel und die damit einhergehende nachlassende Insulinempfindlichkeit des Gewebes zu verbessern, hilft nur eine Umstellung auf einen gesünderen Lebensstil.
 
Metformin:
Der Dauerbrenner Metformin hat bei übergewichtigen Menschen mit Diabetes Typ 2 Vorteile: Er verzögert die Aufnahme von Kohlenhydraten im Darm. Zweitens bremst das Medikament den Zuckernachschub in der Leber, sodass weniger frischer, vom Körper selbst hergestellter Zucker zur Verfügung steht. Drittens sprechen die Zellen damit besser auf das Insulin an, insbesondere in Leber und Muskeln, sodass sie wieder besser Zucker aufnehmen und verstoffwechseln.
 
GLP-1-Rezeptoragonisten:
Sie imitieren die Wirkung des Darmhormons Glucagon-like Peptide 1, kurz GLP-1. Genau wie die Bauchspeicheldrüse steuert das Hormon aus dem Darm den Blutzucker, indem es die Freisetzung von Insulin ankurbelt. Zusätzlich verhindert GLP-1, dass die Leber neuen Zucker bildet. Außerdem senkt es Blutdruck und Cholesterin, verlangsamt die Magenentleerung und reduziert den Appetit.
 
SGLT2-Hemmer:
Eine weitere Gruppe von Wirkstoffen, die erhöhte Blutzuckerwerte und das Gewicht senken kann, sind die Sodium-Glucose-Transporter-2, kurz SGLT2-Hemmer (Natrium-Glukose-Kotransporter 2). Sie sorgen dafür, dass die Nieren vermehrt Zucker über den Urin ausscheiden. Normalerweise verhindert ein ausgeklügelter Mechanismus in den Nieren, dass dem Körper Zucker als wichtiger Energielieferant verloren geht. Den setzen die Mittel außer Kraft.
 
Insulin:
Das Hormon Insulin ist so umstritten wie wirksam: Einerseits senkt es extrem effektiv den Blutzuckerspiegel. Es sorgt aber auch dafür, dass der Blutzucker schnell sinkt und wir Heißhunger verspüren, noch mehr essen und noch mehr Insulin brauchen. Außerdem blockiert es den Fettabbau. Auf Dauer bilden Insulin, Diabetes und Übergewicht eine unheilvolle Einheit. Für die Patienten, die infolge eines übermäßigen Körpergewichts einen Diabetes Typ 2 entwickelt haben, bewirkt eine Insulintherapie also das Gegenteil von dem, was gewünscht ist.

Was soll man bei Diabetes Typ 2 nicht essen?

Wichtig ist: weniger Süßes essen. Weniger Kohlenhydrate wie Nudeln und Reis, Kartoffeln und Brot. Weniger Fett. Generell geht es darum, den Lebensstil zu verändern und gesünder zu essen, Gewicht zu reduzieren und sich mehr zu bewegen.
 
Fünf bis acht von zehn Diabetiker, die in Studien 10 - 15 Kilogramm Gewicht abnahmen, schafften es, ihren Diabetes Typ 2 umzukehren. Ihre Zuckerwerte normalisierten sich, sie konnten ihre Medikamente absetzen oder zumindest die Dosis reduzieren und die Insulinresistenz umkehren, so dass das körpereigene Insulin wieder effektiver wirkte.
 
Am besten gelingt das durch Bewegung und eine bewusste Ernährung, die viel Eiweiß und Ballaststoffe, aber wenige Kohlenhydrate enthält. Als Initialzündung für eine Ernährungsumstellung kann es helfen, für einige wenige Wochen ganz auf herkömmliche Nahrung zu verzichten und sich mit einer kalorienreduzierten Formula-Diät zu ernähren.
Andere Experten empfehlen, zunächst für zwei Wochen komplett auf Nahrung zu verzichten und zu fasten.
Beides - Fasten und Formuladiät - sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, auch um Medikamente rechtzeitig zu reduzieren und Unterzuckerungen zu vermeiden.

Magenbypass: Können Diabetiker operiert werden?

Wem es trotz Lebensstiländerung nicht gelingt, das Gewicht zu reduzieren und seinen Diabetes Typ 2 in den Griff zu bekommen, dem kann eine Magen-OP helfen: Mit einem Magenbypass gelingt es in den meisten Fällen, die Blutzuckerwerte deutlich zu senken. Viele Patienten müssen nach der Operation kein Insulin mehr spritzen. Das Risiko für gefährliche Folgeerkrankungen eines Diabetes Typ 2 wie etwa Herzinfarkt, Schlaganfall, Augen-, Gefäß- und Nierenleiden sinkt.
 
Menschen mit einem Magenbypass nehmen durch zweierlei Mechanismen ab:
Zum einen verkleinert sich das Volumen des Magens, so dass er weniger Nahrung aufnehmen kann und man schneller satt ist.
 
Zum anderen wird der Verdauungsprozess verändert: Die Verdauungssäfte kommen nicht, wie normalerweise, kurz hinter dem Magen zum Verdauungsbrei, sondern treten nun erst im weiteren Verlauf des Dünndarms ein. Dies bedeutet, dass der Organismus weniger Zeit und "Strecke" hat, um die Nahrung zu verdauen und aufzunehmen.
 
Der Eingriff sollte trotz guter Ergebnisse wohlüberlegt sein, da er den Körper dauerhaft verändert und teilweise mit Nebenwirkungen und Komplikationen verbunden ist.

Beitrag von Constanze Löffler

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