Herzrate mit EKG (Quelle: imago/Panthermedia)
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Gefahr durch elektrische Geräte? - Herzschrittmacher – Worauf muss ich achten?

Ein Herzschrittmacher, der nicht korrekt funktioniert, kann mitunter schwerwiegende Folgen haben. Den Betroffenen wird schwarz vor Augen bis hin zur Bewusstlosigkeit mit gefährlichen Stürzen. Herzschrittmacher-Träger sollten daher genau Bescheid wissen, wie viel Abstand sie zu elektrischen Geräten halten sollten.

Infos im Netz

Ein Herzschrittmacher springt an, wenn die Herzfrequenz unter einen bestimmten Wert fällt. Ansonsten wird er nicht aktiv. Elektrische Impulse oder starke Magnetfelder können die Funktion eines Herzschrittmachers stören: Die äußeren Störsignale interpretiert der Herzschrittmacher als herzeigene Impulse und gibt selbst keine Schläge mehr ab.

Ist die Herzfrequenz in dieser Zeit hoch genug, spüren die Betroffenen nicht, dass der Herzschrittmacher aussetzt. Liegt sie darunter, schlägt das Herz in Wahrheit also zu langsam, bekommt in erster Linie das Gehirn nicht mehr genug Sauerstoff. Das kann zu Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstlosigkeit mit Sturz, Übelkeit und Erbrechen führen. Nach Verlassen der Störzone kehrt der Schrittmacher in der Regel sofort in seinen normalen Betrieb. Umso wichtiger ist es, dass Patienten wissen, bei welchen Geräten und in welchen Situationen sie aufpassen sollten.

Gefahr für den Herzschrittmacher oder nicht?

  • Mythos I: Jeder Job ist sicher

  • Elektro-Autos

  • Handy

  • Haushaltsgeräte...

  • Mythos 2: Menschen mit Herzschrittmacher sterben nicht

  • Magnetresonanztomographie (MRT)

  • Andere Untersuchungsmethoden

  • Mythos 3: Herzschrittmacher werden gehackt

  • Körperscanner (elektronische Überwachungssysteme)

  • Reizstrom

  • Vermeiden Sie...

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