Jugendlicher guckt Ängstlich um Türecke (Quelle: Colourbox)
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Wenn Angst krank macht - Angstambulanz der Charité-Mitte

Die Angstambulanz der Berliner Charité ist auf Panikstörungen spezialisiert. Hier lernen Patienten sich mit ihrem Teufelskreis der Angst auseinandersetzen und ihn zu durchbrechen.

Die Angstambulanz der Berliner Charité ist auf Panikstörungen spezialisiert. Professor Andreas Ströhle leitet sie. Ein großes Team von Ärzten und Psychologen behandelt hier Menschen mit seelischen Problemen. Am Anfang klären sie immer, ob die Angst wirklich krankhaft und deshalb behandlungsbedürftig ist – wie eben bei Panikstörungen. Ob in Einzeltherapie oder in der Gruppe – alle Patienten müssen sich mit ihrem Teufelskreis der Angst auseinandersetzen und lernen, wie die Gedanken Gefühle beeinflussen, wie der Teufelskreis der Angst entsteht. Das Vermeiden von Situationen, die Panik auslösen könnten, soll in der Therapie wieder verlernt werden.

Ein Weg: Die alten Angstkreisläufe, die sich im Gehirn ihren Weg gebahnt haben, mit neuen Informationen zu überschreiben. Ich kann U-Bahn fahren, und ich habe keine Angst! Doch das muss erlebt werden. Wenn man nur darüber redet, setzt sich das nicht richtig im Gehirn fest. Erst wenn die neue Erfahrung emotional durchlebt wird, kann sie sich auch durchsetzen. Und das geht nur, wenn man sich mit dem Therapeuten in die Gefahrenzone bewegt.

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