Grafikdarstellung des Lymphsystems im Oberkoerper (Quelle: Colourbox)
Bild: Colourbox

Sa 17.03. | 09.30 Uhr | Berlin-Spandau - Deutscher Lymphtag

Ca. 3,5 Prozent der Deutschen leiden an chronischen Lymphödemen, 9,7 Prozent der Frauen an Lipödem. Doch weil viele die Krankheiten nicht kennen, wird oft zu spät behandelt. Zum Deutschen Lymphtag, am 17. März, bietet das Helios Klinikum Emil von Behring zusammen mit dem Verein zu Förderung der Lymphödemtherapie e.V. im Bürgersaal des Bezirksamtes Berlin Spandau einen Tag voller Informationen zum Thema.

Im Volksmund nennt man es oft „dicke Beine“, doch was eigentlich dahinter steckt, ist das sogenannte Lymphödem - Fehlfunktion eines wichtigen Systems in unserem Körper, das uns von Schadstoffen und Krankheitserregern reinigt: das Lymphsystem.

Funktioniert das nicht mehr, staut sich Flüssigkeit im Gewebe - das sogenannte Lymphöden. Darunter leiden in Deutschland rund 80.000 Menschen. Der größte Teil von ihnen sind Frauen, aber auch Männer und sogar Kinder können betroffen sein. Die Folge sind angeschwollene Gliedmaßen. Meist trifft das einzelne Extremitäten, also einen Arm oder ein Bein.

Häufig Folge von Krebstherapie

Ein häufiger Grund für das Lymphödem sind die Folgen von Krebstherapien, bei denen z.B. die Lymphknoten geschädigt werden oder entfernt werden müssen. Fehlende Lymphknoten führen zum Beispiel bei rund 30 Prozent der Frauen nach einer Brustkrebs-Operation zum Lymphöden. Die klassische Therapie besteht zuerst in der sogenannten Lymphdrainage: dabei werden durch Physiotherapie die angestauten Lymphe wieder zum Fließen gebracht. Erst dann ist die Grundlage für eine nachhaltige Therapie mit Kompressionsstrümpfen gegeben, die erneute Stauungen verhindern.

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