04.06.2019, Brandenburg, Jüterbog: Ein Waldbrand in der Nähe von Jüterbog (Quelle: ZB/Julian Stähle)
Bild: ZB/Julian Stähle

- Größter Waldbrand seit Jahrzehnten

Die Waldbrand-Situation in Brandenburg hat sich wieder verschärft. Bei Jüterbog stehen inzwischen rund 550 Hektar Wald in Flammen. Nach Einschätzung des Umweltministeriums in Potsdam handelt es sich um den flächenmäßig größten Brand im Land seit der Wende.

Am Mittwochmorgen hieß es von der Einsatzleitung zunächst, die Flammen seien fast komplett gelöscht; am Vormittag hat sich das Feuer aber wieder ausgebreitet. Vom Flugzeug aus wurden jetzt drei neue Brandstellen gemeldet.

Sie liegen in der Nähe von Frankenförde, nördlich von Jüterbog. Anwohner seien nicht gefährdet, so die Kreisverwaltung Teltow-Fläming. Türen und Fenster sollten wegen der starken Rauchentwicklung aber geschlossen werden.

Etwa 120 Einsatzkräfte kämpfen gegen die neuen Brände. Eingesetzt werden auch zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei. Der Bürgermeister der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, Stefan Scheddin, sagte dem rbb, die Löschkräfte arbeiteten derzeit am Limit.

Seine Gemeinde habe 23 Ortsteile und 20 Feuerwehren. Von diesen seien mindestens 15 im Einsatz. Einige könnten sich nicht an den Löscharbeiten beteiligen, weil ihre Fahrzeuge nicht einsatzbereit seien. Diese seien teilweise schon 50 Jahre alt.

Wegen des heißen und trockenen Wetters bleibt die Waldbrandsituation in ganz Brandenburg äußerst angespannt. In 15 von 16 Landkreisen gilt die höchste Gefahrenstufe 5.

Erstausstrahlung 05.06.2019/rbb