Polizisten bei einer Demo im Vorfeld des G20-Gipfels in Hamburg, Foto: dpa/Christian Charisius, Montage: rbb
dpa
Bild: dpa

Hamburg schickt Berliner Polizisten nach hause - Skandal bei der Berliner Polizei

Hamburg hat drei Einsatzhundertschaften der Berliner Polizei zurückgeschickt, weil sie sich grob daneben benommen haben sollen. Den Beamten wird unter anderem vorgeworfen, sich betrunken und mit einer Einheit aus Wuppertal geprügelt zu haben. Das rbb SPEZIAL fasst die bislang bekannten Fakten zusammen.
 
Moderation: Sascha Hingst

Wegen skandalösen Benehmens sind mehr als 220 Berliner Polizisten, die zum bevorstehenden G20-Gipfel in Hamburg waren, zurückgeschickt worden. In der Unterkunft auf einem Kasernengelände in Bad Segeberg, nordöstlich von Hamburg, habe eine Minderheit der Berliner Beamten ein "unangemessenes und inakzeptables Verhalten" gezeigt, teilte ein Sprecher der Hamburger Polizei mit.

Die Berliner Polizisten, die noch nicht zum Einsatz in Hamburg gekommen waren, seien mit "sofortiger Wirkung" daraus entlassen worden, so der Sprecher. Die Zeitung "B.Z." hatte zuerst berichtet.

Die jungen Polizisten sollen in ihren Containerunterkünften exzessiv gefeiert und sich total daneben benommen haben. Zwei sollen auf dem Gelände in der Öffentlichkeit Geschlechtsverkehr gehabt haben, eine Polizistin soll im Bademantel mit einer Dienstwaffe hantiert haben, die Männer sollen - in einer Reihe stehend - in der Öffentlichkeit uriniert haben. Der Sprecher der Berliner Polizei, Thomas Neuendorf, sagte: "Es ist einfach nur peinlich, wie sich die Kollegen dort verhalten haben." Wie viele Polizisten an den Exzessen beteiligt waren, stand noch nicht fest.

Erstausstrahlung am 27.06.2017/rbb