Bettina Wegner; Quelle: Matthias Wehnert/Geisler-Fotopre
Bild: Matthias Wehnert/Geisler-Fotopre

- Bettina Wegner, Liedermacherin

Mit ihrem Lied "Sind so kleine Hände" wird Bettina Wegner Ende der 70-er Jahre schlagartig in West Deutschland berühmt. In ihrer Heimat DDR darf sie keine Musik veröffentlichen, denn in den Augen des Regimes ist Wegner eine Rebellin.

 

Als sie 1968 als 20-jährige Flugblätter in Ostberlin verteilt und sich gegen die Intervention der Warschauer-Pakt-Staaten in der damaligen Tschechoslowakei ausspricht, wird Bettina Wegner verhaftet und muss 16 Monate Bewährungsstrafe in einer Fabrik ableisten.
 
Danach macht sie eine Ausbildung zur Sängerin und lebt freischaffend. Als die Liedermacherin 1976 gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann protestiert, wird das Arbeiten für sie immer schwieriger.
 
Auf Druck der DDR-Führung zieht Bettina Wegner 1983 nach West-Berlin. Das Leben und Wirken der heute 74-jährigen Künstlerin wird derzeit mit dem Film "Bettina" im Kino geehrt.