- Klasse 5a der Christophorusschule Sellin, Mecklenburg-Vorpommern

Theaterspielen und Plätzchenbacken für mehr Toleranz! 

Christophorusschule Sellin

"Theaterspielen und Plätzchenbacken für mehr Toleranz!  -  Unsere bunte Erfahrungssuche

Nach einer erfolgreichen Projektwoche im Oktober zum Thema 'Toleranz: ICH-DU-WIR' begaben sich die Schüler/innen der Klasse 5a der Christophorusschule Sellin auf eine eigene kleine Reise in die Welt der Toleranz. Sie haben ihr Projekt zum Thema: 'Wir sind TOLLerant!' zweigeteilt. So entschloss sich ein Teil der Klasse für die Gestaltung eines eigenen Theaterstücks zum Thema 'Wir sind TOLLerant'. Der andere Teil der Klasse hingegen hielt Schere, Kleber und Nudelholz bereit, denn sie bastelten eifrig Weihnachtsdekoration und backten Plätzchen für den guten Zweck. Gebasteltes und Gebackenes sowie das Theaterstück sollen ihren 'großen Auftritt' am 26.11.2014 auf unseren Christophorusmarkt haben. Dieser Markt ist eine Wohltätigkeitsveranstaltung unserer Schule, gestaltet von Schülern, Eltern und Mitarbeitern.
Das eingesendete Foto zeigt die Theatergruppe bei einer ihrer Proben. Es hat den Moment aufgenommen, der uns zeigt, wozu Ausgrenzung und Wegschauen im schlimmsten Fall führt: Gewalt und Leid. Die Schüler/innen haben sich eigenständig der Thematik Rassismus zugewandt. Sie verknüpften ihre Lebenswelt mit aktuellen politischen Themen und haben dabei ein Stück kreiert, das bewusst zeigen soll, wie eine Welt ohne Toleranz aussehen würde: 'dunkel und wie ausgestorben.' Es zeigt Ausschnitte aus dem Leben der beiden afrikanischen Flüchtlingskinder Lori und Mori in ihrer neuen Heimat. Die erste Szene thematisiert die Ankunft der noch vergnügten Brüder Lori und Mori in ihrer neuen Klasse. Sie werden jedoch schon in der ersten Stunde von einigen Mitschülerinnen schikaniert, da sie anders aussehen und kaum etwas verstehen. Dieses Schikanieren und Ausgrenzen spitzt sich im weiter zu. So kommt es schließlich an einem schönen Tag im Park zur Eskalation. Lori und Mori spielen vergnügt Fußball, während die 'Mobber-Gang' ihnen im Park begegnet. Ein Schwall von Beleidigungen überrollt Lori und Mori. Sie werden schließlich tätlich angegriffen und die Situation eskaliert. Die Faust rast auf Mori zu. Im nächsten Moment wird es plötzlich dunkel und alle Schauspieler/innen liegen 'eingefroren' auf dem Boden. Die Erzählerin tritt hervor und spricht ehrfürchtig: 'So würde eine Welt ohne Toleranz aussehen: kalt, dunkel und wie ausgestorben.' Doch keine Angst, die Schüler/innen lassen die Welt nicht im Dunkeln verhüllt. Sie haben ein alternatives Ende gestaltet, welches zeigt, wie diese Szene durch couragiertes Handeln anders enden kann. Dieses Ende des Stücks verdeutlicht, dass jeder in der Lage ist, solche grausamen Szenen zu verhindern, wenn er nur Mut zur Toleranz hat."