- Klasse M 5-7 der Georg-Kerschensteiner-Schule in Biebertal, Hessen

Willkommenskultur für neue Kinder schaffen

Georg-Kerschensteiner-Schule

"Im Rahmen der 'Aktion Schulstunde' werden wir uns in der Lerngruppe damit auseinandersetzen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt und wie man mit Unterschieden umgehen kann. Mit dem Ziel der Teilnahme an der MitMach-Aktion „Wir sind TOLLerant“ – eine Erfahrungsschatzsuche sollen die Lernenden ein Projekt entwickeln und präsentieren, bei dem sie  eine Lösung finden, wie wir in der Klasse eine Willkommenskultur für neue Kinder schaffen können. Ausgangspunkte bilden einerseits der aktuelle Gesellschaftsbezug im Zusammenhang mit der ARD-Themenwoche und andererseits der Bezug zur Lebenspraxis. Im Laufe eines Schuljahres kommen insbesondere an Förderschulen Schülerinnen und Schüler neu in die Klasse. Dies stellt die Kinder immer wieder vor Herausforderungen im Umgang mit neuen Situationen und führt häufig zu Konflikten innerhalb der Klassengemeinschaft. In allen Fächern sind Akzeptanz und Offenheit gegenüber anderen, aber auch der eigenen Person gegenüber gefordert. Anerkennung und Respekt den unterschiedlichen Persönlichkeiten gegenüber sind wichtig für ein gelingendes Miteinander und müssen immer wieder gefördert werden. Daher wurde die Unterrichtseinheit bewusst fächerübergreifend ausgerichtet und kann über den Projektrahmen hinaus zum Einsatz kommen. In Auseinandersetzung mit dem Ich-Buch liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf der Reflexion der Persönlichkeit und dem Nachdenken über sich selbst. Komplexe Inhalte sollen durch das Basteln von faltbaren Papierelementen als dreidimensionales Buch von den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden.
In Auseinandersetzung mit dem Projekt liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf der Reflexion des gemeinsamen Miteinander innerhalb der Klasse und somit dem respektvollen Umgang mit anderen Menschen und Heterogenität. Dabei haben die Lernenden innerhalb der vorgegebenen Formen Rollenspiel, Fotoroman, Hörspiel oder Film die Möglichkeit, die Projektidee nach eigenen Vorstellungen und Ideen umzusetzen. Die Gruppenaufteilung erfolgt von den Lernenden selbst organisiert nach Interessen. Selbstbestimmtes Lernen kommt in diesen Sequenzen zum Tragen. Die Lernenden treffen die Entscheidungen in der Planung und Realisierung des Projektes. Sie müssen dafür sorgen, dass ihr Vorhaben gelingt und sie sich in der Gruppe organisieren können. Darüber hinaus sollen sie lernen, Verantwortung innerhalb der Gruppe und für das gemeinsame Ergebnis zu übernehmen. Die Lehrkraft steht in diesen Sequenzen helfend und unterstützend zur Verfügung. Die Reflexion am Ende der Unterrichtseinheit ist für die Weiterarbeit innerhalb der Klasse zentral. Die Lernenden erarbeiten anhand der einzelnen Ergebnisse wichtige Bedingungen, für ein wertschätzendes Klima innerhalb der Klasse und ergänzen diese zu den im Rahmen des Ich-Buchs überlegten Ideen für ihre Wunschklasse."