Probe der Fassadeninszenierung Equinox am Kunsthaus KuLe in Berlin-Mitte (Quelle: rbb)
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Bild: rbb

- Kulturtipps

Tipp 1: "Equinox" im Kunsthaus KULe
Tipp 2: "Final Girls Filmfestival" im Kino Moviemento
Tipp 3: Konzert des "Babylon Orchestra" im Sommergarten der UFA Fabrik

Für die Berliner Theatergruppe "Grotest Maru" wird die Fassade des Kunsthaus KULe in Mitte zur vertikalen Bühne. Mit ihren ägyptischen Kollegen von "I-act" führen sie zwei Mal täglich die Fassadeninszenierung "Equinox" auf.

Es geht um die antike Philosophin Hypatia, die von Alexandria nach Berlin gekommen ist, um nach einem neuen Ort für ihre Bibliothek zu suchen. Kunst im öffentlichen Raum - da sind auch die Besucher gefragt.

Ursula Maria Berzborn, Regisseurin bei"Grotest Maru"
"Wir haben Interviews in Alexandria gemacht und werden auch hier welche machen, wo es um die Wünsche der Stadt geht. Welche Wünsche haben die Menschen für die Stadt?"

An beiden Aufführungstagen wollen die Künstler diese Wünsche sammeln und damit die Geschichten der zwei Städte vergleichen.

Weibliche Figuren haben es im männerdominierten Horrorfilm nicht leicht. Oft sind sie nur schönes Beiwerk, leidend, schutzlos. Anders sieht das beim Horrorfilmfestival "Final Girls" aus. Hier stehen starke Frauen im Mittelpunkt, auch hinter der Kamera. Präsentiert werden ausschließlich Filme von Frauen, eine von ihnen ist die polnische Drehbuchautorin Zuzanna Grajzer.

Zuzanna Grajzer, Drehbuchautorin

"Ich will einfach Frauenfiguren schreiben, die eine eigene Agenda haben, die nicht nur reagieren auf irgendwas, das ein Mann macht."


In Zuzannas Drehbuch zum Kurzfilm "Strawberries Are Nuts" ersetzt ein Android den Lebenspartner - und der ist unberechenbar.

Szene aus "Strawberries Are Nuts"

"Warum kannst Du mir nicht einmal Recht geben? Erdbeeren sind verdammt noch mal Nüsse."


Das "Final Girls Filmfestival" - ab morgen im Kino Moviemento.
                                                
In Kreuzberg proben der russische Violinist Mischa Tangian und das Berliner "Babylon Orchestra" für ihr Konzert in der UFA Fabrik beim Kulturfest "Nächte des Ramadan". Seit rund einem Jahr spielen die 25 Musiker aus sechs verschiedenen Ländern zusammen. Ihr Repertoire: alte und neue Werke der orientalischen Musik. Für Mischa Tangian eine neue Erfahrung, denn er kommt eigentlich von der strengen Klassik.

Mischa Tangian, Künstlerischer Leiter

"In der orientalischen Musik ist die Improvisation im Vordergrund. Deswegen ist mehr das Orale, also das Aufeinanderhören wichtig, als das Ablesen und auf den Dirigenten achten."


Mit westlichen Instrumenten und orientalischen Skalen überzeugt das junge Orchester durch Stimmgewalt und Improvisation.


Autorin: Karolin Krämer

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