Standbild: Innenbereich der Staatsoper Berlin (Quelle: Abendschau)
Abendschau
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- Wiedereröffnung der Berliner Staatsoper

Die Staatsoper unter den Linden war Berlin erstes Opernhaus, vor 275 Jahren wurde sie eröffnet. In der traditionsreichen Geschichte des Hauses sind sieben Jahre Sanierungszeit quasi ein Wimpernschlag. Für die Menschen, die hier arbeiten aber war es eine lange Zeit.  

2009: vielen Mitarbeitern fällt der Abschied schwer.

"Oben auf der Bühne ist man eigentlich ganz nah dran am Geschehen, es gibt zwei Verantwortliche am Abend, das ist der Dirigent für die Musik und wir halt auf der Bühne."

"Der Kick für mich ist halt, ich kriege jeden Abend hohe Kunst geboten, das ist das Schöne, auch wenn ich Arbeit habe, ist das super. Komisches Gefühl wird es schon sein, man ist ja durch eine fast 40-jährige Zugehörigkeit zur Staatsoper, wird schon komisch sein, wenn man in ein anderes Theater zieht."

"Wir bauen ja hier quasi die Staatsoper wieder auf, es wird ein bisschen anders werden, aber es wird ja die Staatsoper werden."

Es wird gebaut und gebaut, der geplante Einzug verschiebt sich immer wieder.

"Ich habe jetzt 22 Jahre in dem Haus gearbeitet, aber es ist ja jetzt schon abzusehen, dass es mal sehr schön wird. Und ich denke, es wird eines der schönsten Opernhäuser der Welt."

Der große Saal wird komplett entkernt für eine bessere Akustik.

"Es ist schon schwer vorstellbar, dass hier mal wieder Oper gespielt wird, die Dimensionen verschieben sich völlig in diesem Rohbau."

Und nach sieben Jahren ist auch Star-Tenor Rolando Villazon gespannt, wie sich der Klang auf der Bühne verändert hat.

Rolando Villazon, Sänger

"Wenn am Ende alles wunderbar ist und viel besser und alle glücklich sind, dann ist es okay, dann ist die Zeit, die es brauchte, und hoffentlich kommt am Ende, dass wir alle glücklich sind und das ist, was wichtig ist."


Autorin: Bettina Lehnert

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