Michael Bienert vor der Volksbühne in Berlin (Quelle: rbb)
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- Kulturnotizen

+ "Obama - An Intimate Portrait" im The Kennedys Museum
+ "Döblins Berlin. Literarische Schauplätze"
+ "FreeSchubert"-Konzert des Stegreif-Orchesters

Das Museum Kennedy zeigt erstmals in Deutschland 65 Fotografien über die Präsidentschaft von Barack Obama.

Der Cheffotograf des Weißen Hauses Pete Souza porträtiert Obama ganz intim: als afroamerikanischen Familienvater, als humorvolle Persönlichkeit und krisengeschüttelte Präsidenten. Pete Souza betont in seinen Bildern auch Obamas besondere Vorbildfunktion.

Felix Tauche, Kurator
"An dieser Fotografie sieht man sehr gut, dass er den ersten afroamerikanischen Präsidenten begleitet. Es ist ein kleiner afroamerikanischer Junge zu sehen, wie er den Kopf des Präsidenten streichelt, merkt, der hat genauso krause Haare wie ich, und damit sieht er auch, der Präsident ist für ihn der fleischgewordene Beweis, dass es auch ein afroamerikanischer Präsident schaffen kann
."

"Obama - An Intimate Portrait" ist eine sehenswerte Ausstellung, die Barack Obama zwar sehr schmeichelt, ihn aber zugleich sehr menschlich darstellt.

Alfred Döblin hat die Metropole Berlin und ihren Wandel von den 20er Jahren an über vier Jahrzehnte lang in seinen Essays und Romanen beschrieben. Michael Bienert hat Döblins literarische Schauplätze besucht und darüber jetzt ein Buch veröffentlicht.

Döblins historischer Roman "Berlin Alexanderplatz" wurde zum ersten Mal 1931 verfilmt.

Michael Bienert, Autor

"Hier auf dem Alexanderplatz hat man auch gedreht mit Heinrich George und zwar ohne Ankündigung. Selbst die Polizei wusste nicht, dass hier gedreht werden sollte, auch die Passanten die im Bild waren, wussten das nicht."

Die Volksbühne. Hier schrieb Alfred Döblin Ende der 1920er Jahre Theaterkritiken und ließ sich zu seinem Stück "Die Ehe" inspirieren.

"Döblins Berlin" ist ein detailreicher und unterhaltsam geschriebener literarischer Stadtspaziergang.

Juri de Marco gründete vor zwei Jahren das "Stegreif Orchester". Seine Idee: auf den Dirigenten, Noten und auf Stühle zu verzichten. Das Orchester soll sich frei im Raum bewegen.

Gemeinsam mit 24 Musikern improvisiert der 24-Jährige klassische Symphonien in einem ungewöhnlichen Konzertformat.

Juri de Marco, Musiker
"Alle Jazzbands, alle normalen Popbands, alle Rockband, ich meine alle Bands spielen eigentlich auswendig, dadurch sind sie extrem authentisch und sind viel näher am Publikum dran."

Das "Stegreif-Orchester" ist eine neue Generation von Musikern, die Klassik-Einsteiger für sich gewinnen und Klassikliebhaber überraschen.


Autorin: Margarete Kreuzer

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