Filmstill "Obst & Gemüse" (Quelle: rbb)
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Bild: rbb

- "Obst und Gemüse"

Ein Urberliner heuert bei einem vietnamesischen Gemüsehändler im Prenzlauer Berg an, dem das Kistenschleppen mittlerweile zu schwer fällt. Der Film "Obst und Gemüse" erzählt eine Integrationsgeschichte der anderen Art - zu sehen etwa auf dem Filmfest Cottbus.

Der Babelsberger Filmstudent Duc Ngo Ngoc hat im Laden seiner Eltern gedreht. Hier bin ich mit ihm zum Interview verabredet, via Skype. Denn im Moment ist er für ein Austauschsemester in Hanoi.

Duc Ngo Ngoc, Regisseur
"Wie kann ein Deutscher sich in einen vietnamesischen Lebensmittelladen integrieren?"

Das beantwortet der Film unverkrampft, ohne Moralkeule, aber mit viel Liebe für die Figuren.

Duc Ngo Ngoc, Regisseur
"Das war mir auch ein Anliegen, einen historischen Abschnitt in diesen Film reinzukriegen. Zumindest, warum wir Vietnamesen in Deutschland sind."

Viele wurden geholt, so wie der Vater des Regisseurs. Er kam 1988 als Vertragsarbeiter ins sozialistische Bruderland DDR. Als nur ein Jahr später die Mauer fiel, stand er vor dem Nichts.

Seinen Film hat Duc Ngo Ngoc auch für seine Eltern gemacht: Wenn er jetzt in Cottbus gezeigt wird, werden sie ihren Laden ausnahmsweise mal schließen - um zu sehen, was ihr Sohn macht, als Regisseur.  


Autorin: Vanessa Loewel

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