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- Wenn vergiftete Lebensmittel in Umlauf geraten

Im Ernstfall muss alles ganz schnell gehen - SUPER.MARKT nennt Anlaufstellen und was wann zu tun ist

Wenn es um vergiftete Lebensmittel geht, mit denen Kriminelle viel Geld erpressen wollen, scheint man als Vebraucher machtlos. Es gibt in Deutschland kaum eine große Supermarkt-Kette, die nicht bereits Opfer verschiedener Erpresser wurde. Allein in diesem Jahr gab es den einen oder anderen spektakulären Fall.  Jüngst hatte der sogenannte "Supermarkt-Erpresser", ein Mann aus Süddeutschland, gedroht, 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen. Mitte September hatte er bereits fünf Gläschen Babynahrung mit Ethylglycenol (Frostschutzmittel) versetzt und in einen Supermarkt in Friedrichshafen am Bodensee gebracht. Bereits eine sehr kleine Menge des süß schmeckenden Stoffes reicht für eine schwere Vergiftung. Seine Forderung per Mail: Ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag.

Der festgenommene Verdächtige hat die Tat gestanden und für Erleichterung bei Behörden und Bürgern gesorgt. Doch: Ist die Gefahr wirklich gebannt? Nachahmer und weitere Fälle sind nicht ausgeschlossen. Was also tun, wenn in unserer Region ein solcher Fall auftritt? Wie können Sie sich schützen und was können Sie im Fall der Fälle für Gegenmaßnahmen ergreifen? SUPER.MARKT hat sich mit den Möglichkeiten beschäftigt.

Erster Anruf bei der Giftnotrufzentrale der Charité

Erster Anlaufpunkt in Berlin und Brandenburg bei Fragen zum Thema Intoxikation: Die Giftnotrufzentrale der Charité. Diese ist rund um die Uhr erreichbar und nimmt circa 150 Anrufe pro Tag entgegen. Aus auktuellem Anlass ist das dominierende Thema die Sorge um vergiftete Lebensmittel. Sollte sich ein allgemeiner Vergiftungsverdacht erhärten, kann folgende erste Hilfe geleistet werden:

1. Eine kleine Menge stilles oder Leitungswasser schluckweise trinken (auf keinen Fall Milch zu sich nehmen).

2. Keinesfall Salzwasser trinken, durch Erbrechen können Flüssigkeiten in die Lunge geraten.

Das wichtigste ist jedoch, sofort den Giftnotruf zu wählen (030/19 2 40) und sich bei Verdacht in die nächste Klinik zu begeben.

 

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