Goldhaufen (Quelle: imago/blickwinkel)
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- Finanzanlage mit hohem Risiko

Betrug mit Falschgold nimmt zu, die Polizei warnt vor Internetkäufen.

Eigentlich eine beliebte Wertanlage: Gold. Blöd nur, wenn sich das erstandene Glanzstück als Fake entpuppt und die Wertanlage plötzlich wertlos ist. In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach Gold stark zugenommen - gleichzeitig aber auch der Betrug mit Falschgold. Doch woher kommen die falschen Barren und Münzen? Und woran erkennt man sie? Was Zollamt, Polizei und Anwälte dazu sagen, erfahren Sie im Video.

Böse Berliner Bande raubt Familien aus

Eine junge Familie aus Berlin ist Opfer der Falschgoldbetrüger geworden - und hat ihr ganzes Erspartes verloren. Gold für 9.000 Euro hatten sie über die Berliner Wirschafts- und Finanzstiftung (BWF Stiftung) gekauft - dachten sie. Doch 95 Prozent der dort gehandelten Barren waren lediglich mit Gold überzogen und somit weitgehend wertlos.   

Ein großer Teil der gefälschten Ware stammt aus China. Dort werden tausende Fake-Barren hergestellt und als kaum erkennbare Täuschungen an Trickbetrüger verkauft. "Insgesamt wurden in den Jahren 2013 bis 2015 gefälschte Goldbarren im Wert von über 135.000 Euro von den deutschen Zollbehörden aus dem Verkehr gezogen und vernichtet.", berichtet die Generalzolldirektion in Bonn. Trotzdem gelangt die Ware über Schleichwege an Verbraucher. Vor allem im Internet sollten Sie vom Goldkauf absehen, da Sie hier kaum Chancen haben, die Echtheit zu prüfen.

Die Familie im oben genannten Fall war übrigens nicht allein - über 6.000 Geschädigte, die zusammen mehr als 54 Millionen Euro investierten, gab es hier. Die vier Verantwortlichen wurden im Sommer dieses Jahres zu Haftstrafen von über fünf Jahren und mehr verurteilt. 

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