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- Nachrüstsätze mit eingebautem Risiko

Elektroantrieb-Umbausätze für klassische Fahrräder im Test

E-Bikes und Pedelecs liegen im Trend, sind aber noch immer ziemlich teuer. Und viele Menschen haben ja auch noch teuer gekaufte Fahrräder mit "klassischem" Pedal-Antrieb im Keller. Was liegt da näher, als das alte Bike mit einem Bausatz zum Pedelec pimpen? Im Internet finden sich dazu dutzende Anleitungen und Shops mit vermeintlich günstigen Angeboten. Aber: Ist das Rumfummeln mit Elektromotoren am alten Bike nicht kreuzgefährlich? Und lohnt sich das? Ist das billiger und besser als das preiswerte E-Bike vom Discounter? SUPER.MARKT-Experte Andreas Keßler liefert die Antworten. 

Die Unterschiede bei Elektrorädern

Elektroräder sind sie alle, E-Bikes werden sie häufig genannt, gemeint sind aber meist Pedelecs - das am weitesten verbreitete Elektrofahrrad hat die seltsamste Abkürzung: Das Pedelec heißt vollständig "Pedal Electric Cycle". Und es ist als Elektrofahrrad so weit verbreitet, weil man dafür kein Versicherungskennzeichen und keinen Führerschein braucht. Das Pedelec ist sehr eng mit dem Fahrrad verwandt. 

Das E-Bike ist eigentlich gar kein Fahrrad mehr, sondern fast ein Mofa, nur eben mit Elektro- statt Benzinmotor. Man kann damit "Strom geben" ohne zu treten. Großer Nachteil: Kann das E-Bike schneller als 20 km/h fahren, muss man einen dafür recht wuchtigen Motorradhelm aufsetzen. Der wäre eigentlich sinnvoll bei dem dritten Elektrofahrrad-Typ, dem schnellen Pedelec. Denn das kann bis zu 45 km/h schnell sein. Weitere Details finden Sie in der Tabelle.

Sie liebäugeln mit einem Elektrorad? Ausführliche Informationen erhalten Sie bei den Fahrradexperten des ADFC

Die elektrischen Radtypen auf einen Blick

Elektrorad Typ Pedelec S-Pedelec E-Bike
Motorleistung < 250 Watt < 500 Watt < 500 Watt
(Höchst-)Geschwindigkeit < 25 km/h < 45 km/h < 20 km/h
Pedalbewegung notwendig notwendig nicht notwendig
Betriebserlaubnis/Versicherungskennzeichen nicht notwendig notwendig notwendig
Helmpflicht nein ja* nein

Quelle: ADFC, *nach Ansicht des BMVI

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