Autounfall im Wald (Quelle: Colourbox)
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- Erste Hilfe dank eCall

Erst Leben retten, dann Daten sammeln - oder umgekehrt?

Ab März muss das von der EU initiierte automatische Notrufsystem in allen neuen Autos eingebaut werden, wenn sie eine Typenzulassung erhalten wollen. Durch die eingebaute SIM-Karte ist bei einem Unfall das Auto automatisch zu orten, auch wenn die Insassen nicht mehr in der Lage sind, selbst den Notruf zu verständigen. Im Beitrag stellen wir das neue System vor und beleuchten auch, wie das Auto dadurch zur Datenschleuder wird.

Selber nachrüsten

Auch wenn Sie keinen Neuwagen fahren, haben Sie die Möglichkeit, mit dem eCall-System sicherer zu fahren: Privatanbieter verkaufen eCall-Stecker im Internet, die Kosten dafür liegen im zwei- bis dreistelligen Bereich.

Eine günstigere Variante bieten Autoversicherungen an, und zwar den Unfallmeldestecker. Dieser informiert ihre Versicherung nach einem Aufprall. Standort, Personenzahl und Fahrtrichtung werden per GPS übermittelt. Zudem wird Ihr Smartphone mit der Notrufzentrale der Versicherung verbunden. Können Sie nicht sprechen, weil der Empfang schlecht ist oder Sie bewusstlos sind, wird direkt ein Notruf eingeleitet. Ist alles ok und Sie fahren weiter, wird dagegen ein Fehlalarm gemeldet.

Die Kosten für den Unfallmeldestecker sind je nach Versicherung unterschiedlich. ADAC und HUK verlangen zum Beispiel neun Euro pro Jahr. Voraussetzung für den Gebrauch des Unfallmeldesteckers ist, dass Ihre Versicherung mitmacht. Desweiteren benötigen Sie ein Smartphone mit Bluetooth-Funktion und eine 12-V-Steckdose im Auto.

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