Perlenkette (Quelle: Colourbox)
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- Pfandleihe: Brauche Knete, biete Kette

Das Geschäft der Pfandleiher: Seriös oder total durchtrieben?

Es geht schneller als man denkt: Monatsende und der Hund wird krank. Einen Kredit von der Bank gibt es so schnell nicht, und das Geld für den teuren Tierarztbesuch bei Freunden zu pumpen ist unangenehm.

Jeder kann in die Situation kommen, auf die Schnelle Geld für kurze Zeit zu brauchen. Eine Möglichkeit in solchen Fällen: Technische Geräte oder Schmuck zur Pfandleihe bringen und gegen Bares hinterlegen.

Aber wie viel kostet der Service und wie seriös ist die Branche? Wir haben bei verschiedenen Pfandleihern mit versteckter Kamera den Test gemacht: Werden Notsituationen ausgenutzt? Werden überteuerte Gebühren verlangt? Und woran erkennt man seriöse Pfandbüros?

Pfand gegen Geld

Zehn Minuten Zeit. Keine Fragen, keine Schufa-Auskunft, kein Einkommensnachweis. Schätzen und versetzen - so einfach funktioniert die Pfandleihe angeblich.

Viele Pfandbüros sind im Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes e.V. organisiert und arbeiten auf Grundlage der Deutschen Pfandleihverordnung. Die seriöse Pfandleihe ist also gesetzlich geregelt mit umfangreichen Vorgaben für eine ordnungsgemäße Buchführung sowie mit festgelegten Zinsen und Gebühren.

Der Pfandkredit läuft in der Regel drei Monate.

Der Zins liegt bei einem Prozent pro Monat.

Hinzu kommen Gebühren, mit denen Schätzung, Einlagerung und Versicherung der hinterlegten Pfandwerte abgedeckt werden. Diese sind abhängig von der Höhe des Kreditbetrages.

In der Regel werden zwischen 25 und 50% des aktuellen Wiederverkaufswert der Wertsache als Darlehen ausgezahlt. 

In Berlin und Brandenburg gibt es über 30 Pfandbüros, die Mitglied im Zentralverband sind. Beliehen werden dort unter anderem Schmuck, Uhren, technische Geräte, Kunst, Antiquitäten und sogar Autos. Eine Liste der rund 250 Mitglieder des Verbandes mit Postleitzahlsuche finden sie hier.

 

 

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