Eine ältere Frau sitzt auf einem Krankenhausbett (Quelle: Colourbox)
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- Krankschreibung: Nachreichen erlaubt

So verbessert ein neues Gesetz die Rechtslage für Patienten

Janin Frank aus der Uckermark kommt einfach nicht auf die Beine. Sie ist weiter krank und will sich kurzfristig eine Folge-Krankschreibung vom Arzt holen. Aber sie wird bei der Anmeldung auf den nächsten Tag vertröstet. Das bleibt nicht ohne Folgen: Die so entstandene Krankschreibungs-Lücke von einem Tag ist für die Kaufmännische Krankenkasse Grund genug, die monatliche Zahlung von rund 1.000 Euro zu verweigern.

Solche Fälle soll es in Zukunft nicht mehr geben. Mit dem neuen Terminservice- und Versorgungsgesetz - in Kraft seit 11. Mai 2019 - soll unter anderem verhindert werden, dass Patienten in die "Krankengeld-Falle" geraten. Nun haben Patienten einen Monat Zeit, eine Folge-Krankschreibung einzureichen. Die Kasse kann lediglich für einen entstandenen Zwischenzeitraum, in dem die Krankschreibung zu spät erfolgt ist, das Krankengeld kürzen.

Außerdem verbessert sich zukünftig die Situation Betroffener, deren Krankenschein zu spät oder gar nicht bei der Kasse angekommen ist. Hier zahlt die Versicherung bislang nicht. Ab 2021 aber wird die Krankschreibung von den Ärzten digital direkt an die Krankenkassen übermittelt. Der Versicherte ist also nicht mehr zuständig.

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