Allesschneider für die Küche (Quelle: imago/imagebroker)
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- Allesschneider: Ziel ist die perfekte Scheibe

Vier Geräte im Praxistest

Ja, Sie könnten auch ein Messer nehmen. Jeweils. Denn, wenn Sie Brot oder Wurst oder Käse schneiden wollen, brauchen Sie jeweils ein anderes Messer. Und Kraft und Geschicklichkeit. Sie können sich das aber auch alles ersparen und stattdessen den sogenannten Allesschneider nehmen. Diese Kreissäge für die Küche schneidet ALLES. Oder? Wir haben vier von ihnen getestet. 

Die Testprodukte

Produkt Preis
Clatronic, AS 2958 Allesschneider rund 45 Euro
Graef, S10002 Allesschneider rund 115 Euro
Ritter, Allesschneider E 16 rund 90 Euro
Severin, AS 3915 Allesschneider rund 100 Euro
  • Lars Wickenburg, Bäckermeister und Konditor
  • Anja Tanas, Ernährungswissenschaftlerin
  • Ingo Hopmann, Eigentümer des Gourmetrestaurants "Hopmanns Olive"

Clatronic AS 2958

"Meine Frau würde ihn lieben dafür, dass er zusammenklappbar und damit platzsparend ist", eröffnet Hopmann. Allerdings kritisieren alle Tester, dass hier viel Kunststoff verarbeitet worden sei. "Der Schlitten ruckelt ein bisschen", meint die Ernährungswissenschaftlerin. "Plastik auf Plastik kann schlecht rutschen", ergänzt der Gourmetkoch.

Größtes Manko ist jedoch die ungenaue Skala für die Schnittgröße. "Da kann ich als Profi nichts mit anfangen", beschwert sich Ingo Hopmann. Zumal die Maschine im Praxistest ungleiche Scheiben liefert. "Das ist ungleichmäßig geschnitten, da kann ich es auch von Hand schneiden", kritisiert Anja Tanas.

Graef S10002

Das Gerät macht auf unsere Tester "einen guten robusten Eindruck". Besonders die Standsicherheit des Allerschneiders wird gelobt. Das Handling überzeugt unsere Tester ebenfalls, genauso wie der Praxistest.

"Es ist sehr ordentlich geschnitten. Es sieht nach einem wahnsinnig scharfen Messer aus", erklärt Anja Tanas. Doch nicht nur der Käse wird perfekt geschnitten, auch mit den Ergebnissen beim Brot und der Wurst sind unsere Tester zufrieden. "Schöne, dünne, gleichmäßige Salamischeiben", zeigt sich Ingo Hopmann zufrieden.

Ritter Allesschneider E 16

"Viel Metall, robuste Bauweise", so Lars Wickenburg und "ein Schlitten, der nicht hakt", beschreibt Ingo Hopmann. Allerdings fällt Anja Tanas beim ersten Check auf, dass die Standfestigkeit "nicht ausreichend" sei. "Da muss ich beim Schneiden mit der Hand gegenhalten", erklärt sie.

"Die Maschine geht sehr gut durch das Brot", lobt der Bäckermeister und auch Hopmann ist zufrieden: "Schöne, gleichmäßige Scheiben". An den Käsescheiben hat Anja Tanas nichts auszusetzen, aber die mangelnde Standsicherheit bleibt für sie ein No-Go.

Severin AS 3915

"Standfest, sehr robust, viel Metall verbaut - sehr sympathisch", urteilt Lars Wickenburg beim ersten Check. Die Maschine erinnert Ernährungswissenschaftlerin Anja Tanas an ein Profigerät: "Kommt man sich vor wie an der Wursttheke", meint sie schmunzelnd. Dazu passt auch, dass dieser Allesschneider ein zusätzliches Schinkenmesser mit einer glatten Klinge aufweist.

Im Praxistest kann die Maschine unsere Tester jedoch nicht überzeugen: Sie sei laut und rieche auch schon ein bisschen, als ob der Motor heiß würde, meinen sie. Der Käse sieht angegriffen aus, die Wurst ist nicht so dünn geschnitten, wie gewünscht und das Brot ist unförmig. Eine Seite dünn, die andere Seite dick.

Von dieser Maschine hatten unsere Tester nach dem ersten Augenschein eindeutig mehr erwartet.

Der Testsieger

Mit den Stimmen aller Tester gewinnt die Maschine von Graef. Standsicherheit, Handling und die Schärfe des Messers überzeugten unsere Tester.

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