Ältere Frau beim Stricken (Quelle: imago/Westend61)
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- Wohnen in Alter: Lebensabend auf der Warteliste

Mit diesen Tipps wird’s was mit dem Betreuten Wohnen

Wenn schon älter werden, dann doch bitte im eigenen Zuhause, den Wunsch haben wir fast alle. Aber er geht aus den verschiedensten Gründen nicht für alle in Erfüllung. Dann soll es wenigstens ein Platz in einer Einrichtung für betreutes Wohnen sein? Schwierig. Denn der Bedarf an Plätzen steigt, die Wartelisten werden immer länger. Klar, Sie können recht schnell einen Platz in einer Luxuseinrichtung bekommen - aber haben Sie das nötige Kleingeld dafür? SUPER.MARKT begleitet ein Ehepaar aus Potsdam, das seit Jahren auf der Suche nach einem Platz ist und klärt: Das bieten die einzelnen Einrichtungen, hier finden Sie Hilfe bei der Suche.

Betreutes Wohnen - was ist das eigentlich?

Betreutes Wohnen - den Begriff hat man ja vielleicht schon mal gehört, aber irgendwie versteht dann doch jeder etwas anderes darunter - vor allem die Anbieter. Wir zeigen Ihnen, woran das liegt und was sie bei der Suche nach einer passenden Einrichtung unbedingt beachten sollten.

1. Frühzeitig mit der Suche beginnen

Der frühe Vogel fängt den Wurm - das gilt auch hier. Denn 25 Prozent der Einrichtungen in Deutschland haben eine Wartezeit von mehr als zwei Jahren. Im Durchschnitt sind 96 Prozent der Wohnanlagen ausgelastet. Damit Sie nicht in die Bredouille geraten, sollten Sie sich rechtzeitig auf einen passenden Platz bewerben.

2. Leistungen sehr genau überprüfen

Bevor Sie einen Vertrag abschließen, sollten Sie ihn sehr genau unter die Lupe nehmen. Denn hinter den Begriffen "Betreutes Wohnen", "Servicewohnen", "Wohnen Plus" oder "Residenzwohnen" verbergen sich die unterschiedlichsten Leistungsangebote mit teilweise erschreckend hohen Zusatzkosten. "Manchmal stehen da sehr allgemeine Formulierungen. Zum Beispiel: 'Wir bieten Ihnen eine altersgerechte Wohnung', aber sie haben keinen Fahrstuhl", warnt Ursula Kremer-Preiß vom Kuratorium Deutsche Altershilfe. Ähnlich sei es bei den Betreuungsleistungen. "Es kann auch sein, dass man Ihnen da nur eine Telefonnummer in die Hand drückt und sagt: Suchen Sie sich den Rest alles selbst raus", sagt Kremer-Preiß. Also: Die Verträge lieber zweimal lesen und genau nachfragen.

Hilfe und eine gewisse Orientierung bietet die DIN-Norm 77800. Anbieter, die danach zertifiziert sind, wurden zum Beispiel auf ihr Wohnangebot und die Vertragsgestaltung hin geprüft.

3. Finanzielle Hilfeleistungen in Anspruch nehmen

Die Kosten für Miete und Serviceleistungen müssen Sie als Rentner selbst übernehmen. Aber Sie können unter bestimmten Voraussetzungen zumindest Wohngeld beantragen. Einige wenige Einrichtungen erkennen auch einen Wohnberechtigungsschein an.

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