Vier elektrische Kaffeemühlen (Quelle: WDR)
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- Kaffemühlen: Mahlgut gut mahlen

Vier elektrische Kaffeemühlen im Test

Die dollsten Kaffeemaschinen stehen in den Küchen Berlins und Brandenburgs, einige so blitzend und teuer wie ein gut gepflegter Gebrauchtwagen. Bei diesen Maschinen kommt es natürlich gar nicht in Frage, bereits gemahlenes Kaffeepulver zu verwenden. Die ganz Bohne muss es sein, frisch gemahlen vor jedem Kaffeegenuss. SUPER.MARKT testet vier elektrische Kaffeemühlen zu Preisen von 25 bis knapp über 100 Euro. 

Die Produkte im Test

Elektrische Kaffeemühlen im Praxistest

Produkt Preis
DeLonghi, KG 79 etwa 80 Euro
KYG, Mini Grinder etwa 25 Euro
Melitta, Molino etwa 51 Euro
WMF, Skyline etwa 110 Euro

Die Tester

  • Georg Hempsch, Röster, Kaffeesommelier und Besitzer einer Kaffeemanufaktur testet zusammen mit seiner Angestellten Miriam Reiner, Barista.
  • Das zweite Testteam sind Katja Joussen und Mara Eli, zwei Kaffeeliebhaberinnen.

Die Testmethode

Die Profis testen die Maschinen auf mittlerer Einstellung, die beiden Kaffeeliebhaberinnen möchten besonders feinen Kaffee.

Die Testergebnisse

KG 79 von DeLonghi

Diese Maschine hat eine Mahlgrad-Einstellung. Auch die Anzahl der gewünschten Tassen kann eingegeben werden. Die Maschine verfügt über ein Scheibenmahlwerk. Die KG 79 ist im Betrieb recht laut. Das größte Manko ist jedoch der ungleichmäßig gemahlene Kaffee. "Kein schönes ebenes Bohnenbild. Ich habe Klümpchen und sehr große Stücke", bemängelt Barista Miriam Reiner. Kein Kaffeemehl für die morgendliche Tasse Kaffee, so ihr Urteil.

Mini Grinder von KYG

"Es gibt nur einen Schalter zum An- und Ausmachen. Das war es", stellt Kaffeesommelier Georg Hempsch fest. Davon, dass er den Mahlgrad nicht einstellen kann, ist er wenig begeistert. Letztlich kann man unterschiedlich gemahlenes Mehl nur durch die Verweillänge in der Maschine bestimmen. Weiteres Manko des Mini Grinder: Die Mühle besitzt ein Schlagmesser, laut Experte Georg Hempsch die "schlechteste Methode" Kaffee zu mahlen. "Das Schlagmesser hat den Nachteil, dass es sehr schnell überhitzt. Das heißt, meine Kaffeebohne verbrennt und ich bekomme bitteren Kaffee", erläutert Barista Miriam Reiner. Tatsächlich wird das Kaffeepulver beim Mahlen warm, kritisiert Katja Joussen. Der größte Nachteil der Maschine ist jedoch der sehr ungleiche Mahlgrad des Kaffees. "Ich sehe sehr große Stücke drin und sehr feinen Kaffee". "Das gibt keinen schönen, ausbalancierten Kaffee", fasst Kaffeesommelier Hempsch zusammen.

Molino von Melitta

Die kompakte Bauweise gefällt unseren Testerinnen, da die Maschine dadurch wenig Platz in der Küche beansprucht. Tassenmenge und Mahlgrad können eingestellt werden, und die Maschine besitzt ein Scheibenmahlwerk. Die Molino ist ähnlich wie die Skyline von WMF laut, aber sehr schnell. Doch das Resultat ist nicht vergleichbar: Unsere Tester finden größere Partikel und Feinstaub im Kaffeemehl. "Kein optimales Ergebnis", bilanziert Barista Miriam Reiner.

Skyline von WMF

Der erste Eindruck unserer Tester ist gut: Kegelmahlwerk aus Stahl, 12 Stufen beim Mahlgrad und Portionsschalter bis zu 10 Tassen. Weiterer Vorteil: die Mühle ist durch den großen Trichter gut zu befüllen. Die Maschine arbeitet nicht leise, dafür aber schnell, bemerken unsere Tester. Mit dem Ergebnis sind alle zufrieden: Die Bohnen seien gleichmäßig gemahlen, es gebe keine Klümpchen.

Der Testsieger

Alle Tester sind sich einig: Der Favorit heißt Skyline von WMF. Die Maschine sei sehr bedienungsfreundlich, arbeite schnell und mahle das Mehl wunschgemäß, fassen unsere Tester zusammen.

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