Ein Kalb steht in den Ställen einer Milchviehanlage (Quelle: imago images/Thomas Müller)
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Bild: imago images/Thomas Müller

- Milchproduktion: das Leid der Kälber

Über die dunkle Seite der massenhaften Milchherstellung

Um Milch zu produzieren, müssen Kühe einmal im Jahr ein Kalb bekommen. Doch die Hochleistungsrassen sind für maximale Milchproduktion gezüchtet worden. Die Bullenkälber sind für die Mast ungeeignet, da sie zu wenig Fleisch ansetzen. Daher sind die Preise für Kälber dieser Milchrassen extrem niedrig. Sie sind nur noch ein Nebenprodukt der Milchproduktion.

Die Tierschutzorganisation SOKO Tierschutz hat Fälle dokumentiert, in denen die Kälber illegal getötet wurden. Nach Meinung der Tierschützer sind das keine Einzelfälle. Der Agrarmarkt-Experte Matthias Kohlmüller erklärt hingegen, dass die meisten Kälber exportiert werden.

Im Ökodorf Brodowin versucht man gemeinsam mit Partnern in der Region, wie dem Landwirt und Metzger Michael Mull aus Lychen, diese Kälber doch zu mästen und das Fleisch dann zu einem angemessenen Preis zu vermarkten.

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