Frau in Café (Quelle: imago / Westend61)
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- Lieblingsläden: Lokale Lokale unterstützen

So helfen Sie krisengeplagten Einrichtungen per Online-Gutschein

Viele kleine Läden, Cafés, Restaurants und andere Dienstleistungen in der Nachbarschaft mussten schließen. Und viele Menschen in ihren Kiezen vermissen sie nicht nur, sie machen sich Sorgen, dass die Läden nicht wieder aufmachen, weil pleite. Aber Hilfe naht: Über Internet-Plattformen wie zum Beispiel Helfen.Berlin können Sie Ihre lokalen Lieblingsläden unterstützen. SUPER.MARKT zeigt, welche Initiativen es mittlerweile gibt und auf welche Weise Hilfe möglich ist. 

Für Gastronomie, Einzelhändler und Orte der Unterhaltung

In Berlin gibt es eine große Onlineplattform, bei der sich sehr viele Restaurants, Cafés, Bars, Clubs, Geschäfte, Hotels, Museen, Theater und Kinos der Hauptstadt registriert haben. Sie heißt "Helfen.Berlin" und vermittelt Gutscheine aller teilnehmenden Einrichtungen nach dem Motto: Jetzt Gutschein kaufen und nach der Krise einlösen. Dadurch sollen die Unternehmen in den kommenden Wochen Geld erhalten, um ihre Kosten zu decken. Auf der Webseite können Sie die teilnehmenden Unternehmen nach Kiezen filtern oder Ihre Lieblingsorte gezielt über die Suchfunktion finden. Wenn Ihr Lieblingsort noch nicht dabei ist, können Sie ihn darauf hinweisen. Der Inhaber muss sich selbst registrieren, um über das Portal Gutscheine anzubieten.

Ein ähnliches Konzept haben die Plattformen "pay now, eat later", "restaurant-hero" und auch die Crowdfunding-Webseite "Startnext". Auch hier können Sie Gutscheine für zahlreiche Bars, Restaurants und Cafés in Berlin erwerben. Auf Startnext kann jeder schon kleine Beiträge spenden, damit die Läden die Schließung finanziell durchstehen.

Um Geschäfte, Restaurants, Cafés, Kneipen, Einzelhändler und Freiberufler aus Brandenburg während der Corona-Krise zu unterstützen, hat die MAZ das Hilfsportal "zusammen stark" gegründet. Auch können Sie Gutscheine oder Produkte von Ihren Lieblingsläden erwerben oder einfach spenden. Mithilfe der Webseite ist es möglich, alle teilnehmenden Geschäfte in Brandenburg nach Branche und/oder Ort zu filtern.

Für Kinos

Speziell für Kinos gibt es noch eine weitere Initiative: "hilfdeinemkino". Gestartet wurde sie von einem Kinovermarkter aus Hamburg. Mittlerweile sind hunderte Kinos aus ganz Deutschland registriert. Das Unterstützungsprinzip läuft über Werbeeinnahmen. Das heißt: Sie schauen Werbespots, die in Ihrem Kino vor dem Film gezeigt worden wären. Und das Kino verdient. Einfach Ihr Lieblingskino anklicken und Werbung gucken. 

Für Getränkehersteller und -lieferanten

Neben den Lokalen sind auch andere Unternehmen in der Gastronomiebranche von den Einschränkungen durch das Corona-Virus betroffen: Getränkehersteller, die normalerweise Bars, Restaurants, Clubs oder andere Veranstaltungen beliefern. Auch hier sind Menschen kreativ geworden und haben die Plattform "Stay Home Club" auf die Beine gestellt. Dort können Berliner Getränke bestellen und nach Hause liefern lassen.

Für Clubs, DJs und Bands

Auch für das Berliner Nachtleben wurden kreative Hilfsprojekte eingerichtet. Trotz Öffnungsverbot laden viele Berliner Clubs angekündigte DJs und Bands trotzdem ein. Ihre Auftritte haben zwar kein Live-Publikum, werden aber stattdessen per Live-Stream im Internet übertragen. Zum Beispiel auf der Plattform "United we Stream". Hier finden Sie an mehreren Tagen in der Woche Streams aus unterschiedlichen Berliner Clubs mit Auftritten unterschiedlicher Künstler. Um dieses Programm zu unterstützen, wurde ein Spendentopf eingerichtet, der unter den notleidenden Clubs aufgeteilt wird. 

Übrigens: Die Getränke-Plattform "Stay Home Club" spendet von jeder Bestellung fünf Euro an "United we Stream".

Für Fitnessstudios

Fitnessstudios sind in der Corona-Krise geschlossen. Aber mit den Abos der Mitglieder verdienen sie weiterhin Geld. Wenn denn ihre Mitglieder nicht kündigen, weil sie die Studios derzeit nicht nutzen können. Doch damit alle Sportler ihr Training fortsetzen können, stellen Online-Sport-Portale wie "Cyberobics" oder"Cyberfitness" (Gutscheincode "fitnesskrieger") ihre virtuellen Yoga-, Cardio- und Bodypumpkurse nun kostenlos zur Verfügung. Im Gegenzug bitten sie darum, Fitnessstudioverträge aufrecht zu erhalten.

Gut zu wissen: Viele Fitnessstudios bieten Ihren Mitgliedern an, die verfallenen Monate durch die Corona-Krise kostenlos an das Ende der Mitgliedschaft dranzuhängen.  

Ein Blick in Schaufenster und Webseiten

Neben all diesen tolles Projekten und Portalen gibt es natürlich noch einen anderen Weg, um Hilfemöglichkeiten zu finden. Manche Unternehmen haben Hinweise in ihren Schaufenstern oder auf ihren Webseiten platziert, um auf Außerhausverkäufe, Gutscheine oder Spendemöglichkeiten aufmerksam zu machen.

Und noch ein Tipp für alle, die helfen wollen: Weisen Sie Cafés, Bäcker, Lädchen und Co in Ihrer Nachbarschaft auf die Initiativen hin, wenn sie noch nicht dabei sind. Ihre Lieblingsgeschäfte werden sich in dieser schweren Zeit über Unterstützung freuen!

Sie haben noch eine weitere Initiative gefunden, die Hilfe organisiert? Dann schicken Sie uns bitte einfach eine Mail an super.markt@rbb-online.de.

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