Viele viele Maronen (Quelle: Colourbox)
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Mo 28.09.20 | Beitrag | Lesedauer etwa 8 Minuten - Pilzkauf: Gewusst wie!

Das sollten Sie bei der Auswahl und Lagerung von Pilzen beachten

Sie hatten sich das so lecker vorgestellt, ein feines frisches Pilzrisotto. Und dann sind die Pilze muffig, trocken und schmecken irgendwie komisch. Wenn Sie sich im Regal vergreifen oder Pilze nicht richtig lagern, kann das leider so kommen. Deshalb haben wir ein kleines Pilz-ABC für Sie zusammengestellt. Mit unseren Tipps finden Sie die leckersten Exemplare - und dann wird das auch was mit dem Risotto.

Wenig gesetzliche Qualitätsstandards und Herkunftsangaben

Vor allem bei frischen Steinpilzen leidet die Qualität häufig durch lange Transport- und Lagerzeiten, denn sie werden ausschließlich aus dem Ausland importiert. Auch andere Pilzsorten nehmen durch den Import Schaden und sind nicht mehr so frisch wie ihre regionalen Kollegen. Woher Ihre Pilze auf dem Wochenmarkt oder im Supermakrt stammen, ist für Sie als Verbraucher leider nicht so leicht zu erkennen.
 
Bei Zuchtpilzen, wie Champignons oder Austernpilzen, muss laut allgemeiner Vermarktungsnorm (EU-Verordnung Nr. 543/2011) ein Herkunftsland auf der Verpackung genannt werden. Allerdings darf umetikettiert werden: Beispielsweise können Pilze aus Russland auch ein deutsches Etikett tragen, wenn sie in Deutschland verpackt wurden. Bei Zuchtpilzen können Sie dank Norm immerhin davon ausgehen, dass die Pilze voll verzehrbar sind und der Handel eine möglichst gleichbleibende Qualität bietet. Bei Wildpilzen dagegen, sind weder Qualitätsstandards definiert noch Herkunftsangaben vorhanden. Um hier gute Qualität zu erkennen, müssen Sie auf Auge und Nase vertrauen.

Woran erkenne ich frische Pilze?

Egal, ob auf dem Wochenmarkt oder im Discounter - einige Verkäufer versuchen immer noch, schlechte Ware unter die Leute zu bringen. Wenn Sie bei Ihrem Einkauf Pilze entdecken, die weiches, fleckiges oder ausgetrocknetes Fleisch oder einen trockenen, schwammigen oder verfärbten Pilzstiel haben, können Sie davon ausgehen, dass diese Pilze da schon lange lagern und gegebenenfalls vertrocknet sind. Damit Sie die frischesten und besten Pilze aus dem Angebot identifizieren, sollten Sie auf diese Merkmale achten - sie weisen auf gute Qualität hin:
 

  • fest, prall und saftig
  • nicht zu trocken, aber auch nicht zu nass
  • keine Erde, Nadeln, Blätter, Schimmel oder dunklen Stellen
  • keine Schädlinge wie Maden, Milben oder Fliegen
  • keine Fraß- oder Einstichstellen
  • neutraler, pilziger Geruch
  • größere, reifere Pilze sind oft aromatischer

Pilze im Detail

  • Maronen

  • Pfifferlinge

  • Champignons

  • Austernseitlinge / Austernpilze

  • Steinpilze

Wie sollte ich Pilze lagern?

Viele Pilzsorten sind unter Plastikfolie eingepackt. Dabei halten sie sich viel länger und besser, wenn sie atmen können. Deshalb raten Pilzexperten, die kleinen Leckerbissen nach dem Kauf erstmal von ihrem Plastikgefängnis zu befreien. Ideal zur Lagerung von Champignon, Pfifferling und Co. ist ein luftdurchlässiger Behälter, wie zum Beispiel eine Papiertüte. Wie auch andere verderbliche Lebensmittel gehören Pilze in den Kühlschrank. Für die Zubereitung gilt: Nicht waschen, sondern nur abbürsten und matschige Stellen rausschneiden.