Drei Einweckgläser, eines davon sieht man ganz (Quelle: Colourbox)
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Mo 21.10.2019 | Dossier | Lesedauer etwa 7 Minuten - Es geht ans Eingemachte

Tipps und Tricks - und ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit

Wer einen Garten hat, der weiß, was ihn vor allem im Herbst erwartet: das Einwecken. Denn wer einkocht, einmacht und einlegt, kann auch noch im Winter den Sommer schmecken - direkt aus dem Glas. Wie Sie das am besten bewerkstelligen, verraten wir Ihnen weiter unten - aber zuerst gibt es einen Ausflug in die Historie des Einweckens!

Die Erfindung des Einweckens

Es ist das Jahr 1892. Ein deutscher Chemiker schickt sich an, den Alltag unzähliger Haushalte nachhaltig zu verändern. Sein Name: Rudolf Rempel. Beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin reicht er seinen "Apparat zum Selbstthätigen Schließen und Entluften von Sterilisirgefäßen" ein. Sperriger Name für eine Erfindung mit großem Potenzial: Es ist das Prinzip des Entkeimens durch Kochen im Wasserbad und des Verschließens durch Unterdruck.
 
Das Potenzial sieht auch ein gewisser Johann Weck, als er über diese Neuheit stolpert. 1895 kauft der Unternehmer schließlich Rempels Patent, nachdem er bereits einen ganzen Waggon Gläser gekauft hatte. Am 1. Januar 1900 gründen Weck und sein Partner die Firma J. Weck und Co. und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Kochendes Wasser, Gläser, Gummis und Klammern gehörten bald in jeden Haushalt - und das Verb "einwecken" fand sogar den Weg in den Duden. Und nun wissen Sie auch, warum es nicht "einrempeln" heißt.

Selbst einwecken? Wir haben die Tipps!

  • Das brauchen Sie

  • Faustregeln

  • So geht's: Einkochen (Sterilisieren)

  • So geht's: Einmachen (Pasteurisieren)

  • So geht's: Einlegen