Ein Schild an einer Wand weist auf einen nahen Parkplatz hin
Bild: Colourbox

Mi 26.07.2017 | SUPER.MARKT - Wohin mit dem Auto während des Urlaubs?

So parken Sie richtig

Der Urlaub ist vorbei, man ist wieder in der Heimat. Doch der Schreck ist groß: Das Auto ist weg! Dabei hatten Sie es doch ordnungsgemäß vor der Haustür abgestellt. Dennoch wurde es abgeschleppt, weil in der Zwischenzeit beispielsweise ein mobiles Parkverbot eingerichtet wurde.

Warum ist da plötzlich ein mobiles Parkverbot?

Gründe für ein mobiles Parkverbot gibt es viele, etwa weil ein Umzug ansteht, Baumschnittarbeiten an der Stelle durchgeführt werden müssen, oder eine Filmcrew in Ihrer Straße dreht.

Die Regelungen, wie lange vor Beginn des Parkverbots das Schild aufgestellt werden muss, sind schwammig: Günstigstenfalls vier Werktage, mindestens jedoch 72 Stunden vorher muss das Parkverbot ordnungsgemäß angezeigt sein.

Fahrzeuge dürfen hier übrigens nicht länger als drei Minuten auf der Fahrbahn halten, es sei denn zum Ein- oder Aussteigen oder zum Be- oder Entladen.

Wo stelle ich mein Auto am Sichersten ab?

Am besten ist es immer, man beauftragt eine Person des Vertrauens, regelmäßig nach dem Auto zu schauen. Geben Sie dieser Person den Zweitschlüssel und die  Papiere, so dass der Freund oder die Bekannte das Auto gegebenenfalls umsetzen und sich ausweisen kann.

Stellen Sie Ihr Auto zudem an Plätzen ab, an denen es möglichst wenig Beschränkungen gibt, also nicht in der Nähe von gängigen Veranstaltungsorten, Messen oder großen Baustellen. Haben Sie ein privates, umzäuntes Grundstück? Besser. Ein bewachter Parkplatz ist natürlich am sichersten - aber auch am teuersten.

Was geschieht, wenn das Auto plötzlich im Parkverbot steht?

Die Polizei kann das Auto ab dem Termin des angezeigten Verbots kostenpflichtig abschleppen. Auf eine telefonische oder schriftliche Vorwarnung kann der Fahrzeughalter sich nicht verlassen.

Wie teuer kann das werden?

Abschleppkosten sind regional unterschiedlich: Mit 200 bis 400 Euro müssen Sie allerdings schon rechnen. Hinzu können noch Standgebühren kommen, wenn das Auto auf ein privates Grundstück des Schleppers gebracht wird. Die Behörde muss jedoch den Weg der geringsten Kosten für den Fahrer wählen.

Zusätzlich droht ein Bußgeld von bis zu 35 Euro. Um das Bußgeld kann man eventuell herumkommen, wenn man das Auto abgestellt hatte, als kein Halteverbot war. Die Kommune müsste in dem Fall das Gegenteil beweisen.

Was kann ich gegen den Kostenbescheid tun?

Sie müssen zwar zahlen, können aber die Verhältnismäßigkeit prüfen lassen. Sind die Kosten mehr als das doppelt so hoch wie die üblichen Durchschnittspreises in der Region, dann sollten Sie Einspruch erheben.