Eine Hand bedient ein an einem Fahrradlenker montiertes Smartphone auf dem eine Karte zu sehen ist (Quelle: imago images/Panthermedia)
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Mo 15.03.2021 | Beitrag | Lesedauer etwa 4 Minuten - Fahrradtour: Diese Apps bringen Sie ans Ziel

Touren, Funktionen und Kosten

Den Wind um die Nase, die Natur in jeder Blickrichtung und die Füße auf den Pedalen: Fahrradfahren ist eine der schönsten Freizeitaktivitäten. Das Fahrrad haben Sie, aber Ihnen fehlt noch die passende Tour? Wir stellen Ihnen drei Navigations-Apps für Fahrradtouren vor. So können Sie schon vorab Ihre Route planen und später voll und ganz Ihren Ausflug genießen - ohne Sackgassen und ungeeignete Wege.

Individuelle Routenplanung mit Komoot

Diese Navigationsapp ist wohl eine der bekanntesten auf dem Markt und ein echter Allrounder: Bei Komoot können Sie Ihre Fahrradtouren individuell planen oder auf die vielen Touren aus der Community zurückgreifen.
 
Die App erklärt Ihnen am Anfang Schritt für Schritt, wie das Planen einer Route funktioniert. Dabei können Sie Ihr Fortbewegungsmittel auswählen (z. B. Fahrrad, Mountainbike, Rennrad, zu Fuß), Ihr Fitnesslevel einstellen und optional weitere Wegpunkte hinzufügen. Praktisch: Sie können Ihre Routen abspeichern und so immer wieder auf Ihre Lieblingstour zurückgreifen.
 
Komoot ist kostenlos und für iOS und Android erhältlich. Eine Region erhalten Sie gratis, wer mehr möchte, muss bezahlen: 3,99 Euro für jede weitere Region, 8,99 Euro für ein Paket von mehreren Regionen oder 29,99 Euro für das "Welt-Paket" - alles jeweils einmalig. Alle Paket enthalten Funktionen wie eine Sprachnavigation, regelmäßige Kartenupdates und Offline-Karten - perfekt für Touren, auf denen der Handyempfang schlecht ist. Außerdem wird ein Jahresabo für monatlich 4,99 Euro angeboten. Wer sich für diesen Premium-Account entscheidet, bekommt ein paar mehr Funktionen freigeschaltet, wie zum Beispiel einen Mehrtagestourenplaner und dynamische Wettervorhersagen.
 
Datenschützer kritisieren allerdings an der App, dass über sie viele Daten an Facebook übermittelt werden, auch wenn man gar nicht mit seinem Facebook-Konto verknüpft ist.

Die Stadt vom Fahrrad aus entdecken mit Bike Citizens

Diese App richtet sich vor allem an Stadtbewohner, die ihre Heimat auf dem Rad erkunden wollen oder beim nächsten Städtetrip das Sightseeing vom Sattel aus erleben möchten. Bike Citizens bietet Karten und Touren für rund 450 Städte weltweit an.
 
Die Routen können unter anderem durch die Auswahl des Fahrrad-Typs individuell angepasst werden. Sie können sich außerdem zwischen einem gemütlichen, schnellen oder bequemen Weg entscheiden.
 
Bike Citizens nutzt die Aufzeichnung von Fahrten auch, um Daten zur Verbesserung der vorgeschlagenen Routen zu sammeln. Auf der Website wird erklärt, wie die Daten gespeichert und verarbeitet werden. Sie können die Fahrtenaufzeichnung in der App aber auch deaktivieren.
 
Die App selbst ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Nach dem Herunterladen kann einmalig ein Premiumbereich mit einem Durchmesser von sieben Kilometern eingerichtet werden. In diesem Premiumbereich können Premium-Funktionen, wie zum Beispiel Routenplanung mit Zwischenstopps, Navigation mit Sprachansagen und Offline-Karte kostenlos verwendet werden. Wer die App darüber hinaus nutzen möchte, muss sich einen Premium-Account für monatlich 3,49 Euro oder jährlich 27,99 Euro zulegen. Damit haben Sie dann Zugang zu allen Karten weltweit.

Viele Extras bei der Tourenplanung mit Naviki

Naviki ist, genau wie Komoot, ein Allrounder unter den Fahrradnavigations-Apps. Auch hier können Sie bei der Routenplanung Ihren Fahrrad-Typ eingeben und erhalten die beste Strecke für Ihr Rad. Offlinekarten werden ebenso angeboten wie eine Sprachsteuerung.
 
Bei der Erstellung von Routen blendet Naviki außerdem Orte ein, die für Sie von Interesse sein könnten. So können Sie Ansichtsstopps problemlos in Ihre Tour integrieren. Für alle Sport-Fans: Wenn Sie ein Fitnessarmband oder ähnliches haben, können Sie dieses mit Naviki verbinden und so Ihren Puls und die Trittgeschwindigkeit als Grafik sehen.
 
Wie bei der Konkurrenz ist das Basispaket der App kostenlos und für iOS und Android erhältlich. Der Haken? Fast alles Extras müssen bezahlt werden: Die Navigation, die Offline-Karten, die genannten Orte von Interesse - für alles wird ein Zusatzpreis von ein paar Euros erhoben.