Ein Thermostat in Nahaufnahme und darunter verschwommen eine Heizkostenabrechnung (Quelle: IMAGO/Peter Widmann)
Bild: IMAGO/Peter Widmann

Do 10.02.2021 | Beitrag | Lesedauer etwa 4 Minuten - Heizkosten: Sparen auch bei eisigen Temperaturen

Mit diesen Tipps haushalten Sie beim Heizen

Dieser Winter hat uns nicht nur wieder mal ordentlich Schnee beschert. Durch die eisigen Temperaturen ahnen wir, dass unsere Heizkostenabrechnung für dieses Jahr unerfreulich hoch ausfallen wird - und das eben nicht nur wegen der gestiegenen Preise für Energie. Denn bei Außentemperaturen im zweistelligen Minusbereich läuft auch bei Heizmuffeln die Heizung auf Hochtouren. Mit unseren Tipps können Sie auch in diesem Winter beim Heizen Geld sparen.

Das Thermostat nicht zu hoch aufdrehen

Es ist Ihnen in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus zu kalt? Jetzt das Thermostat volle Kanne aufdrehen hilft allerdings nicht! Schneller warm wird die Heizung dadurch nämlich nicht. Die höchste Stufe - in der Regel die "5" - bedeutet nur, eine höhere Endtemperatur. Wenn Ihre Heizung richtig eingestellt ist, erreichen Sie bei Stufe 3 etwa eine Raumtemperatur von 20 Grad. Laut Verbraucherzentrale senkt jedes Grad weniger den Verbrauch um sechs Prozent. Für Sparfüchse heißt das: Vielleicht nur bis 20 Grad heizen und dafür eine Schicht mehr anziehen.

Eine blubbernde Heizung ist teuer

Es blubbert und gurgelt komisch in Ihren Heizkörpern? Dann greifen Sie schnell zum Entlüftungsschlüssel und lassen Sie vorsichtig die Luft aus der Heizung ab. Dazu öffnen Sie das Lüftungsventil und lassen solange Luft raus, bis nur noch Wasser aus dem Heizkörper läuft. Das Wasser können Sie mit einer bereitgestellten Schüssel oder einem Lappen auffangen. Die Heizung sollte dabei übrigens angeschaltet sein.

Heizkörper freilassen

Lange, dicke Vorhänge sehen gemütlich aus, wenn sich dahinter aber ein Heizkörper versteckt, werden sie zum teuren Einrichtungsaccessoire. Auch wenn die Heizung eine gute Leistung hat, kann sich die Wärme nun nicht mehr gleichmäßig im Raum verteilen. Möbel sollten daher etwa 30 Zentimeter entfernt von einem Heizkörper aufgestellt werden.

Alles dicht?

Besonders viel Wärme geht durch undichte Türen und Fenster verloren. Machen Sie den Test: Klemmen Sie ein Blatt Papier in einem geschlossenen Fenster ein. Lässt sich das Papier trotzdem rausziehen, ist die Dichtung nicht mehr intakt. Im Baumarkt (Click & Collect!) bekommen Sie selbstklebende Isolierbänder, mit denen sich dieser Mangel schnell beheben lässt. Auch bei zugigen Türen können Sie mit solchen Isolierbändern Abhilfe schaffen. Für den Schlitz unter der Tür ist die schnellste Lösung die Anschaffung eines Zugluftstoppers.
 
Extratipp: Denken Sie daran, die Türen von warmen Räumen hinter sich zu schließen. Ansonsten kann die warme Luft in Räume entweichen, die kühler bleiben sollen. Das verursacht nicht nur höhere Heizkosten, sondern kann im schlimmsten Fall zu Schimmel führen: Sobald die warme Luft in dem kühleren Zimmer ankommt, kann sich Kondenswasser an den kalten Außenwänden sammeln. Wer jetzt nicht richtig lüftet, schafft einen perfekten Nährboden für Schimmelsporen.

Mit etwas Aufwand noch mehr sparen

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, investiert nachhaltig in seine Heizung beziehungsweise die Heizleistung. Das geht vom Einbau programmierbarer Thermostate, über das Dämmen der Heizungsrohre bis zur Dämmung der Heizungkörpernischen. Wie das geht und weitere hilfreiche Tipps zum Thema Heizkosten finden Sie bei der Verbraucherzentrale.