Die Deutsche Post erhöht die Preise für Paket-Dienstleistungen (Quelle: imago images/Winfried Rothermel)
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Mi 05.02.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 4 Minuten - Pakete: Preis rauf, Preis runter

Die Deutsche Post senkt unter Druck die Preise

Verwirrendes Preiskarussell bei der Deutschen Post: Zum Januar 2020 wurden die Preise für viele Paketmarken erhöht, jetzt gehen sie wieder runter - dank dem Einschreiten der Bundesnetzagentur.

Die Behörde hatte die Preise als zu hoch beanstandet und ein offizielles Verfahren eingeleitet. Die Behörde vermutet, dass die Erhöhung die tatsächlich anfallenden Kosten überschreitet. Mit ihrer marktbeherrschenden Stellung könne die Post diese Preise deshalb im Sinne des Wettbewerbs nicht verlangen.

Jetzt sollen die Preise zum 1. Mai wieder gesenkt werden, auf das Niveau vor der Preiserhöhung. Der Versand eines bis zu zwei Kilo schweren, mittelgroßen Päckchens innerhalb Deutschlands kostet in der Filiale nun wieder 4,50 Euro, ein 10-Kilo-Paket 9,49 Euro.

Deutsche Post kleinlaut

"Selbst wenn wir das inhaltlich anders bewerten, sollten wir nicht unnötig Zeit und Kosten investieren", um das Verfahren mit der Bundesnetzagentur weiterzuführen, so die Deutsche Post. Da fallen die vorher genannten Gründe für die Preiserhöhung - gestiegene Personal- und Transportkosten - wohl gar nicht mehr so stark ins Gewicht. Wann und wie die nächste Preiserhöhung ansteht, bleibt bis auf Weiteres unklar. "Aber natürlich werden wir irgendwann die Preise auch wieder erhöhen müssen", sagte ein Post-Sprecher.