Ein Barren Gold (Quelle: imago images/blickwinkel)
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Di 07.04.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Gold: sicherer Kauf in unsicheren Zeiten?

Wie Betrüger jetzt versuchen, Kasse zu machen

Wenn alles unsicher ist, greift man gerne zu Altbewährtem. Eine einfache wie treffende Weisheit, die aktuell dazu führt, dass immer mehr Menschen Ihr Geld in Gold anlegen wollen. Ob das sinnvoll ist, ist umstritten. Denn neben den allgemeinen Risiken - der schwankende Preis, die Preisbindung an den US-Dollar - kommt aktuell noch ein größeres Risiko hinzu: Immer mehr Fake-Goldshops tummeln sich im Internet und warten auf willige Käufer.
 
Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt daher eindringlich davor, sein Geld allzu leichtfertig in Gold zu investieren. Immer häufiger führen Anzeigen in Suchmaschinen zu Fake-Seiten, darunter etwa goldscheideanstalt-mhz.de, goldscheideanstalt-dhd.de oder goldscheideanstalt-mhd.de. Da die Internetadressen der Shops ständig wechseln, ist es ratsam, bei allen Seiten Vorsicht walten zu lassen. Denn diese Shops verkaufen Gold, das es gar nicht gibt.

Sechs hieb- und stichfeste Anzeichen für Fake-Shops

1. Oft werben die Seiten mit einem hohen Neukundenrabatt von 300 oder 400 Euro.
 
2. Das Impressum wirkt auf den ersten Blick okay, aber: Dort verweisen die Fakeshops auf echte Gold-Händler. Vergleichen Sie die angegebenen Internetadressen.
 
3. Es werden keine Telefonnummern angegeben.
 
4. Im Internet finden sich keine Bewertungen.
 
5. Das Unternehmen verlangt Vorkasse-Zahlungen, oft auf ausländische Konten.
 
6. Sie werden aufgefordert, per Mail wichtige Dokumente einzusenden.
 
Es gibt Fake-Shops, die nicht alle dieser Anzeichen aufweisen. Aber auch wenn nur zwei oder drei der Punkte ungeklärt sind, sollten Sie lieber die Finger von dieser Goldanlage lassen.

Sechs Abwehr-Tipps

1. Checken Sie das Impressum auf der Website, vergleichen Sie die angegebenen Webseiten, zusätzlich schauen Sie nach, ob eine Telefonnummer angegeben ist.
 
2. Rufen Sie etwaige Nummern an und fragen Sie bei Durchstellung etwa nach der Zahlungsabwicklung. Wird verlässlich und sicher geantwortet?
 
3. Werfen Sie einen Blick auf vermeintliche Gütesiegel, die auf der Seite angegeben oder abgebildet sind. Lassen diese sich klicken und führt der Link wirklich zu der Seite des Siegelanbieters?
 
4. Sind Sie unsicher? Dann geben Sie in keinem Fall persönliche Daten preis.
 
5. Versenden Sie nie Kopien oder Scans Ihres Personalausweises oder anderer Dokumente.
 
6. Zahlen Sie nicht.

Besser informiert

Wenn Sie Ihr Geld während der Coronakrise sicher anlegen wollen, sollten Sie sich als Anfänger unbedingt Hilfe holen. Etwa über einschlägige Literatur, Stiftung Warentest bietet zum Beispiel Bücher zum Thema für unterschiedliche Wissensstände an. Oder über seriöse Beratungsangebote. Wie Sie diese finden, dazu hat die BaFin, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, eine Checkliste zusammengestellt.