Ein voller Staubsaugerbeutel, der schon überquillt (Quelle: imago images/Steinach)
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Di 14.04.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Atemschutzmasken: Warnung vor der Marke Eigenbau

Dm und Swirl raten von Staubsaugerbeutel-Masken dringend ab

Atemschutzmasken - der sogenannte Nasen-Mund-Schutz - sind heiß begehrt und werden von tausenden Heimwerkerinnen und Handarbeitern gerade selbst gebastelt, genäht und geklebt. Dabei gibt es viele Anleitungen im Internet, wie diese Masken am besten und am einfachsten herzustellen sind.

An unterschiedlichen Stellen wird dabei auch empfohlen, aus Staubsaugerbeuteln Atemschutzmasken zu bauen - sie eigneten sich gut zur Verringerung des Infektionsrisikos. Doch davon rät unter anderem Staubsaugerbeutel-Hersteller Swirl dringend ab.

Das Unternehmen warnt, genau wie die Drogeriemarktkette Dm, vor der Staubsaugerbeutel-Atemschutzmaske. Das österreichische Verbraucherportal Mimikama.at hat die Warnungen zusammengefasst: Zum einen könnten die Staubsaugerbeutel Stoffe enthalten, die, wenn sie direkt an die Atemwege gelangen, eine gesundheitsschädliche Wirkung haben. Zum anderen seien Coronaviren kleiner als die die Partikel, die durch Staubsaugerbeutel herausgefiltert werden können - ein Schutz sei also nicht gegeben.

Träger nicht geschützt

Wenn Sie einen Nasen-Mund-Schutz selbst herstellen wollen, beachten Sie bitte, dass diese Masken den Träger nicht vor Infektionen schützen können. Stattdessen werden Mitbürger in einem gewissen Maße vor Coronaviren geschützt, die der Träger - eventuell unwissend - ohne Maske verbreiten würde.

Weiteres zum Thema Atemschutzmasken finden Sie auch bei unseren Kolleginnen und Kollegen von rbb|24.