Eine Frau öffnet zwei anderen Frauen die Haustür (Quelle: imago images/photothek)
Bild: imago images/photothek

Di 14.04.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Kleinanzeigen: Schnell gekauft, schnell abgeholt

In Corona-Zeiten boomt das Geschäft von Haustür zu Haustür

Gekauft wird immer. Sogar wenn - wie aktuell durch die Coronakrise - die meisten Geschäfte geschlossen haben. Die Verbraucher orientieren sich um und entdecken bevorzugt Online-Marktplätze, allen voran Ebay Kleinanzeigen. Laut Ebay-Kleinanzeigen-Sprecher
Pierre Du Bois stellten Nutzer in der letzten Märzwoche gut 25 Prozent mehr Anzeigen ein als in den beiden Vorwochen. Gefragt sind vor allem Fahrräder, Gartenzubehör, Pflanzen, Fahrzeugteile, Bücher und Filme. Das Geschäft gehe dementsprechend "durch die Decke".
 
Auch Seiten wie Kleiderkreisel und Mamikreisel, beide für den Privatverkauf von Kleidung, der Onlinebuchverkäufer Medimops oder die Flohmarkt-App Shpock profitieren von Kontaktsperren und Geschäftsschließungen.
 
Zeit zum Kaufen, Zeit zum Entmisten
 
Nicht nur das Defizit an Shoppingmöglichkeiten beschert den Kleinanzeigen-Seiten gerade das Hoch, sondern auch die viele Zeit, die die Deutschen anscheinend dazu nutzen, ordentlich zu entrümpeln. Keller ausmisten, Schrank entleeren, Kinderzimmer durchforsten? Wird jetzt erledigt, Frühjahrsputz de luxe sozusagen, eine der wenigen Annehmlichkeiten, die die Corona-Auszeit mit sich bringt.

Kontaktlos und Käuferschutz

Käufer sollten sich die Waren bestenfalls zusenden lassen, um die Kontaktsperre nicht zu umgehen und eine Infizierung mit dem Coronavirus zu riskieren. Sollte es doch zu einer Übergabe an der Haustür kommen, machen Sie es möglichst "kontaktlos": Abstand halten, Nase-Mund-Schutz an, Desinfektionsmittel bereit halten. Der Verkäufer stellt die Ware vor die Tür, Sie legen das Geld in der Nähe ab. Der eine nimmt, der andere gibt. Und tschüss!
 
Wenn Sie sich das Gekaufte zusenden lassen, beachten Sie im Vorfeld folgende Punkte:
 

  • Achten Sie darauf, dass der Preis realistisch ist. Mega-Schnäppchen sollten hinterfragt werden.
  • Schauen Sie sich das Profil des Verkäufers an und achten Sie darauf, dass er schon einige Verkäufe getätigt und gute Bewertungen bekommen hat.
  • Kontaktieren Sie den Verkäufer über das interne Nachrichtensystem der Webseite, auch wenn er direkt eine Telefonnummer angegeben hat.
  • Zahlen Sie per Paypal, und zwar mit der kostenpflichtigen Variante "Geld für Waren oder Dienstleistungen " - nur so haben Sie Käuferschutz.
  • Lassen Sie sich die Waren versichert und den Einlieferungsbeleg per Scan zusenden.