Ein Mann mit Atemschutzmaske schiebt einen Einkaufswagen (Quelle: imago images/photothek)
Bild: imago images/photothek

Di 14.04.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Trotz Coronakrise: volle Rechte für Verbraucher

Die Verbraucherzentralen in Berlin und Brandenburg helfen bei allen Fragen

Die Reiseplanung ist ad acta gelegt, das Toilettenpapier wird zu Wucherpreisen angeboten, Ihr Internet zu Hause geht in die Knie und im Fitnessstudio erreichen Sie schon seit Wochen niemanden mehr - so oder so ähnlich sehen die Probleme derzeit aus, mit denen sich Verbraucher herumschlagen müssen.
 
Damit Sie sich nicht alleine gelassen fühlen mit den teils gravierenden Problemen, bieten die Verbraucherzentralen auch weiterhin ihre Hilfe an. Die Verbraucherzentralen in Berlin und  Brandenburg haben dafür ein umfangreiches Dossier verfasst, das aktuell und verständlich über die Verbrauchertücken des Corona-Alltags informiert. 

"Ab in den elektronischen Papierkorb"

Lisa Högden ist Pressesprecherin der Verbraucherzentrale Brandenburg. Sie sieht derzeit besonders viele Unsicherheiten bei Reisebuchungen und -stornierungen: "In dem Thema ist viel Bewegung drin, zum Beispiel ist derzeit eine Gutscheinregelung für stornierte Reisen im Gespräch." Welche Rechte Sie gegenüber Reiseveranstaltern, Airlines etc. haben, könne sich also kurzfristig ändern, so Högden im Gespräch mit SUPER.MARKT. Schwierig für den Verbraucher, da den Durchblick zu behalten. Falls Sie eine Reise gebucht haben und nun nicht wissen, ob Sie sie antreten können, rät Högden, sich immer aktuell auf der Website der VZB zu informieren.
 
Auch ein großes Problem in Coronazeiten: Fake-Shop oder Phishing-Mails. Derzeit kursieren viele Abzockmaschen, die sich der Unsicherheit der Menschen in der Corona-Zeit bedienen. Der Rat der VZB: "Lassen Sie sich nicht verunsichern und schauen Sie genau hin! Bevor Sie online Gold, Gesichtsmasken oder ähnliches einkaufen, prüfen Sie, ob es sich um einen seriösen Shop handelt." Und wenn Sie – vermeintlich von Ihrer Bank oder Sparkasse – eine Mail erhalten, die Sie auffordert, Bankdaten oder andere sensible Informationen anzugeben, "schmeißen Sie sie in den elektronischen Papierkorb", so Högdens beherzter Tipp, "Banken fragen keine sensiblen Daten per Mail ab".
 
Telefonberatung ausgeweitet

 
Verbraucher können sich in allen Fällen direkt an die Verbraucherzentralen wenden. Dafür wurde sowohl in Brandenburg als auch in Berlin das telefonische Beratungsangebot ausgebaut.
 
Beratungstermine können Sie in Brandenburg entweder am Servicetelefon unter 0331/98 22 999 5 (montags bis freitags 9 - 18 Uhr) oder direkt online auf verbraucherzentrale-brandenburg.de/terminbuchung ausmachen. 
 
In Berlin entweder am Servicetelefon unter 030/214 85-0 (montags bis freitags 10 - 16 Uhr) oder direkt online auf verbraucherzentrale-berlin.de/beratung-be/terminbuchung.