ADAC Auto (Quelle: imago / Ralph Peters)
Bild: imago / Ralph Peters

Mi 29.07.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 4 Minuten - Pannenservice: Abzocke im Urlaub

ADAC warnt vor Fake-Pannenhelfern in Ost- und Südeuropa

Es ist schon ärgerlich genug, wenn das Auto im Urlaub streikt. Das Urlaubsgefühl verpufft und der Stress, den man eigentlich abbauen wollte, ist plötzlich wieder da. Und mit ihm: Wut, Ärger, Überforderung. Genau das nutzen Trickbetrüger in Urlaubsländern aus. Der ADAC warnt erneut vor falschen Pannenhelfern, die bei Unfällen zufällig auftauchen, sich als "Gelbe Engel" ausgeben und Urlaubern teure Serviceleistungen aufdrängen. Häufig seien Auto und Kleidung der Pannenhelfer an die Farben des ADAC angepasst und sogar mit Logos ausgestattet.

Eine Pressemitteilung des ADAC weist nochmal deutlich daraufhin, dass der Autoclub im Ausland keine eigene Straßenwacht-Flotte betreibt - mit Ausnahme von Norditalien. Außerdem dürften die Vertragspartner außerhalb Deutschlands auf Autos, Werkstätten und Dienstkleidung kein ADAC-Logo verwenden. Besonders warnt der ADAC vor Betrügern in Polen, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Litauen und der Slowakei.

Egal, was passiert: Auslandsnotruf!

Urlauber, die von Pannenhelfern angesprochen werden, sollen sich nicht beirren lassen und auf die Notfallnummer ihrer Versicherung setzen. Der ADAC weist daraufhin, dass einige Trickbetrüger das Mobilfunknetz stören, sodass Anrufversuche beim Auslandsnotruf fehlschlagen können. Deshalb: Auto abschließen, sich vom Fake-Pannenservice entfernen und den Auslandsnotruf der Versicherung erneut wählen.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen empfiehlt, sich vor der Auslandsreise mit dem Auto abzusichern. Entweder über den ADAC, einen Autoschutzbrief bei der KfZ-Versicherung oder eine Versicherung inklusive Mobilitätsgarantie. Im Falle eines Unfalls organisiert der Versicherer die Pannenhilfe, Bergung und Sicherstellung des Fahrzeugs, Ersatzteilversand, Fahrzeugrücktransport, Autoverzollung, Kosten eines Mietwagens, die Übernachtungen nach Panne oder Unfall sowie der Krankenrücktransport und übernimmt dafür auch oft die Kosten.

Fake-Pannenservice melden

Der ADAC ruft Urlauber, die Kontakt mit "ADAC"-Pannenhelfern hatten, dazu auf, Beweise zu sichern und an die ADAC-Versicherung zu schicken. Hilfreich sei beispielsweise ein Foto vom Kennzeichen des Pannenautos, damit der ADAC den Betrüger identifizieren und eine Anzeige erstatten kann.