Eine Mausefalle (Quelle: dpa)
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Do 30.07.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 3 Minuten - Abofallen: Vom Streaminganbieter hereingelegt

So landen Sie nicht in der Serien-Falle

Immer mehr, immer neue und immer andere Streaminganbieter für Serien und Filme wollen im Internet an Ihr Geld. Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) warnt aktuell vor unseriösen Anbietern, die Sie in die Abofalle locken. Nach Abschluss einer kostenlosen Testphase werden Sie von den Anbietern penetrant zur Kasse gebeten, denn angeblich haben Sie automatisch einen Abovertrag abgeschlossen. Oft hat das Streaming aber noch nicht einmal funktioniert.

Unter den Anbietern, die so agieren, sind laut VZB zum Beispiel moxflix.de, nonaplay.de, semoplay.de, heloplay.de, pandaflix.de, manuflix.de und rayflix.de. Aber Achtung: Ständig kommen neue unseriöse Plattformen auf den Markt, die Verbraucherzentrale hat daher eine umfassende Liste einschlägig bekannter Namen veröffentlicht. Und Sie sollten bei jedem Dienst erst einmal checken, wie seriös der eigentlich ist, per Liste, aber auch mit einer Suche nach Meldungen zu dem Anbieter im Netz.

Seien Sie geizig mit Ihren Daten

Michèle Scherer, VZB-Rechtsexpertin, erläutert das Vorgehen der Anbieter: "Häufig machen unseriöse Anbieter nicht deutlich, wenn ein kostenloses Angebot nach einer bestimmten Zeit automatisch in ein kostenpflichtiges übergeht. Gleichzeitig berichten einige Verbraucher, die Webseiten zwar besucht, aber keinerlei Daten eingegeben oder die Registrierung abgebrochen zu haben." Dennoch forderten die Unternehmen in allen Fällen die Abopreise vehement ein.

Sollten Sie ähnliches erlebt haben:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Wiedersprechen Sie der Forderung schriftlich.

"Wichtig ist, dass sie dabei nicht mehr persönliche Daten preisgeben, als die Betreiber der fraglichen Webseiten bereits kennen", rät Scherer.

Wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale

Hatten Sie Probleme mit einem solchen Anbieter, wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale. Die ist für die Marktbeobachtung auf Hinweise von Verbraucher angewiesen - und hilft im Zweifelsfall auch gleich weiter. Ihr Beschwerde können Sie an das Beschwerdepostfach der VZB senden, und eine Beratung erhalten Sie entweder per E-Mail unter www.vzb.de/emailberatung oder persönlich nach einer Terminvereinbarung: 0331-98229995 und online unter www.vzb.de/terminbuchung.