Der Wiener Stephansdom (Quelle: dpa)
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Fr 18.09.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 2 Minuten - Reisewarnung: Wien nicht seh'n

Neue Corona-Risikogebiete, neue Reise-Probleme

Die Bundesregierung hat Mitte September weitere Regionen in Europa zu Corona-Risikogebieten erklärt. Betroffen sind auch die Hauptstädte Wien, Budapest und Amsterdam.
 
Wenn die ausgesuchte Urlaubsregion zum Risikogebiet erklärt wurde, rät Reiserechtsexperte Robert Bartel Pauschalreisenden zu schriftlichen Stornierungen. Und ganz wichtig: "Dieses kostenfreie Stornierungsrecht sollte so schnell wie möglich ausgeübt werden", so der Rechtsreferent der Verbraucherzentrale Brandenburg. Dabei geht es vor allem darum, dass Sie schneller Sicherheit haben. Theoretisch kann bis direkt vor Reisebeginn storniert werden.

Der Herbst wird unsicher

Die Situation für die Herbstferien ist Bartels Ansicht nach sehr schwierig einzuschätzen: "Es ändert sich ja derzeit ständig", so der Experte, da könnte es in diversen Gebieten schon wieder anders aussehen. Falls Sie eine Reise buchen wollen: Die Verbraucherzentrale berät individuell dazu. So lassen sich vorab die größten Fragen abklären. Und sowieso gilt derzeit: Nur wer Pauschalreisen bucht, sichert sich mit umfänglichen Erstattungsmöglichkeiten ab.

Pauschalurlauber im Vorteil

Bis die Stornierungen von den Reiseanbietern abgewickelt werden, kann es dauern, so Bartel: "Da braucht man wirklich ein starkes Durchhaltevermögen. Wer nicht mehr warten will, muss möglicherweise klagen." Dies hängt aber auch von den entstandenen Kosten ab und wie sehr der Reisende auf das Geld angewiesen ist. Und: Das kostenfreie Stornierungsrecht gilt nur für Pauschalreisen. Bei Individualreisen können eventuell einzelne Bausteine der Reise storniert werden, auch hier ist im Zweifelsfall eine Beratung angesagt.

Transit ist erlaubt

Eine gute Nachricht: Für Reisende, die nur durch Risikogebiete hindurchfahren, gibt es keinen Grund zur Sorge. "Die Durchreise ist nicht reglementiert, da bestehen keine Probleme", sagt Bartel. Er rät dennoch, nicht in den entsprechenden Gebieten auszusteigen.