Plakatwerbung für Zigaretten wird gerade plakatiert (Quelle: dpa)
Bild: dpa

Fr 18.09.2020 | Beitrag | Lesedauer etwa 2 Minuten - Tabakwerbung: Bitte nicht so plakativ

Bund beschließt weitreichendes Werbeverbot für Tabak

Der Bundesrat billigt ein Gesetz, das die Außenwerbung für Tabakprodukte - etwa in Plakatform - verbietet. Werbung für Tabakprodukte ist draußen nun nur noch an den Außenflächen von Tabakfachgeschäften erlaubt. Auch im Kino gibt es Änderungen: Werbespots für Tabakprodukte dürfen nur noch vor Filmen laufen, die für Erwachsene freigegeben sind. Die neue Regelung für Kinowerbung soll zum Jahreswechsel in Kraft treten.
 
Die Einschränkungen für Außenwerbung werden stufenweise umgesetzt. Ab dem 1. Januar 2022 gelten sie für Tabakwaren, ab dem 1. Januar 2023 für Tabakerhitzer und ab dem 1. Januar 2024 für elektronische Zigaretten.

Auch Kommunen verdienen an Tabakwerbung

Schätzungen zufolge hat die Tabakindustrie für Kino- und Außenwerbung zuletzt 100 Millionen Euro im Jahr ausgegeben. Dieses Geld ging zum Teil auch an die Kommunen, etwa für Werbeflächen an Bushaltestellen. Die Städte und Gemeinden müssen sich hier also auf etwaige geringere Einnahmen einstellen.
 
Die Unionsfraktion im Bundestag hatte sich lange gegen die neuen Regeln gesperrt - schon 2016 hatte das Bundeskabinett das Werbeverbot beschlossen, dann steckte die Gesetzesvorlage jahrelang fest.